Das Bahnticket ist gekauft, nun muss nur noch die Buchungsbestätigung ausgedruckt werden – doch nach dem Klick auf “Drucken” erscheint statt des satten Druckergeräusches nur eine Fehlermeldung. Ist das Gerät kaputt? Muss ein Neugerät her? Meistens steckt hinter den Problemen nur eine Störung, die Sie selbst beheben können. UPDATED erklärt Ihnen die Erste-Hilfe-Maßnahmen für die häufigsten Druckerprobleme.

Typische Druckerprobleme – und was Sie dagegen tun können:

Was Sie prüfen sollten, wenn der Drucker überhaupt nicht reagiert:

Typische Druckerprobleme – und was Sie dagegen tun können

Bei den meisten Druckerproblemen lässt Sie der Computer nicht allein, sondern teilt Ihnen mit, welcher Fehler aufgetreten ist. In anderen Fällen gibt der Drucker nur ein Geräusch von sich, aber ansonsten passiert nichts. Oder das Fenster “Wird gedruckt …” leuchtet unentwegt auf dem Bildschirm, ohne dass etwas gedruckt wird. Was Sie bei welchem typischen Druckerproblem tun können, erfahren Sie hier.

Die Fehlermeldung “Kein Papier” erscheint

In diesem Fall müssen Sie das Vorlagefach mit Papier auffüllen. Falls sich dort noch Papier befindet, prüfen Sie zunächst, ob es auch im richtigen Fach liegt – denn manche Drucker haben mehrere Vorlagefächer. Um zu prüfen und gegebenenfalls manuell anzupassen, aus welchem Fach Ihr Drucker das Papier einzieht, gehen Sie wie folgt vor: Klicken Sie bei Windows 10 unten links auf das Windows-Symbol, geben Sie Systemsteuerung in das Suchfeld ein und wählen Sie sie unter den Suchergebnissen aus. Klicken Sie anschließend auf Hardware und Sound > Geräte und Drucker. Öffnen Sie nun mit einem Rechtsklick auf das Icon des entsprechenden Druckers das Druckermenü, wählen Druckereigenschaften und klicken auf den Reiter Geräteeinstellungen. Hier können Sie schließlich den Schacht auswählen, aus dem das Papier eingezogen werden soll. Legen Sie dann das Papier entweder in das automatisch ausgewählte Fach oder wählen Sie ein alternatives Fach. Bei einem Mac öffnet sich beim Klick auf Drucken ein Druckmenü. Hier finden Sie unter Erweitert den Begriff Layout und daneben einen Pfeil für ein Aufklappmenü. Bei den meisten Druckern beziehungsweise Druckertreibern können Sie darin auf Papiereinzug klicken und das Papierfach auswählen.

Manche Drucker benötigen auch eine bestimmte Mindestmenge an Papier, damit sie drucken. Bei nur einem oder zwei Blatt können die Walzen des Einzugs über das Papier hinwegrutschen – dies kann daher auch der Grund für die Fehlermeldung sein. Legen Sie dann einfach ein paar weitere Blätter dazu.

Nachfüllen von Papier
Zu wenig Papier kann den Papiereinzug eines Druckers häufig ausbremsen. (© 2016 Jummie/Thinkstock)

Die Fehlermeldung “Papierstau” erscheint

Ein Papierstau entsteht häufig dadurch, dass das Papier nicht vollständig den Druckvorgang durchläuft, sondern an einer Stelle förmlich hängenbleibt und dadurch den Weg für die nachfolgenden Blätter versperrt. Öffnen Sie in diesem Fall den Drucker gemäß der Anleitung aus dem Hersteller-Handbuch und ziehen Sie das eingeklemmte Papier vorsichtig heraus. Prüfen Sie dabei gleich, ob sich ein Fremdkörper – zum Beispiel ein gelöstes Etikett von einem Druckbogen – im Transportweg verfangen hat. Diesen sollten Sie gegebenenfalls ebenfalls entfernen. Benutzen Sie dabei aber keine metallischen Gegenstände, die das Innere des Druckers zerkratzen oder beschädigen könnten. Bei den meisten Druckern müssen Sie anschließend bei der Fehlermeldung auf dem PC-Bildschirm die Beseitigung des Papierstaus bestätigen, um den Druck fortzusetzen beziehungsweise neu zu starten.

3 Tipps: So können Sie papiersparend drucken

Drucken Sie effizient und sparen Sie Tinte und Papier - mit diesen drei Tipps:

  • Vorder- und Rückseite bedrucken: Sie haben keinen Duplexdrucker, der automatisch Vorder- und Rückseite von Word-Dokumenten bedruckt? So geht’s auch ohne: Klicken Sie in Word (Microsoft Office) auf Drucken und wählen Sie dann unter den Einstellungen anstatt des einseitigen Drucks die Option Beidseitiger manueller Druck. Nun wird zunächst jeweils eine Seite des Papiers bedruckt. Anschließend erscheint ein Dialogfeld mit der Aufforderung, das Papier zu wenden.
  • Drucken Sie nur die wichtigsten Seiten: Bei Word wählen Sie dafür unter den Einstellungen die Option Benutzerdefinierter Druck und tragen die Seitenzahlen ein, die Sie drucken möchten. Bei PDF-Dateien finden Sie dieselbe Option im Adobe Acrobat Reader unter Zu druckende Seiten > Seiten.
  • Drucken Sie nur bestimmte Textstellen: Markieren Sie in Ihrer Word-Datei die wichtigsten Textpassagen, indem Sie mit der Maus darüberfahren, während Sie die linke Maustaste gedrückt halten. Drücken Sie anschließend gleichzeitig die Tasten STRG und P und wählen Sie im Druckermenü unter Einstellungen die Option Auswahl drucken.

Mehr Tipps zu diesem speziellen Thema finden Sie im UPDATED-Ratgeber
Papiersparend drucken: Tipps, wie Sie einfach Papier und Geld sparen.

Um Papierstau zu vermeiden, achten Sie darauf, dass das Papier korrekt eingezogen wird. Dafür muss es gerade und glatt im Vorlagefach liegen und nicht durch die Begrenzungsläufe an den Seiten zusammengedrückt werden, damit das einzelne Blatt nicht schräg eingezogen wird. Manchmal kann es auch helfen, das Papier einfach umzudrehen.

Eine weitere Gefahr ist, dass der Drucker mehrere Blätter gleichzeitig einzieht, weil zwischen den Blättern eine statische Anziehungskraft besteht. Biegen Sie in diesem Fall den gesamten Papierblock einmal vorsichtig durch, damit Luft zwischen die einzelnen Blätter strömt. Achten Sie auch darauf, dass das Vorlagefach nicht zu voll und das Papier nicht feucht geworden ist.

Ein Papierstau kann auch dadurch entstehen, dass die Transportwalzen abgenutzt oder verstaubt sind. Dann wird das Papier nicht mehr korrekt gegriffen und weitertransportiert. Testen Sie, ob hier der Auslöser für die Probleme liegt. Trennen Sie dafür das Gerät vom Strom, öffnen Sie das Gerät und reinigen Sie die Walzen vorsichtig mit einem fusselfreien, leicht angefeuchteten Tuch. Tritt das Problem anschließend weiterhin auf, müssen die Walzen eventuell ausgetauscht werden.

Der Druck wird nicht ausgeführt

Kein Papierstau, keine Fehlermeldung, doch der Ausdruck will einfach nicht aus der Maschine kommen? Das kann daran liegen, dass mehrere Druckaufträge nacheinander abgearbeitet werden müssen, beispielsweise wenn mehrere Benutzer in einem Netzwerk gleichzeitig auf den Drucker zugreifen. Dann entsteht eine Warteschlange, in der ein Druckauftrag die nachfolgenden blockiert. Wenn dann beim Druck eines Dokuments ein Fehler auftaucht, geht nichts mehr vorwärts.

Ob ein Problem in der Warteschlange aufgetreten ist, können Sie überprüfen. Suchen Sie dafür das Drucker-Symbol, das unten rechts neben der Anzeige von Uhrzeit und Datum auf Ihrem Bildschirm erscheint, sobald Sie einen Druckauftrag erteilt haben. Klicken Sie auf das Symbol, um die Warteschlange anzuzeigen. Alternativ finden Sie die Warteschlange auch unter Druckaufträge anzeigen bei einem Rechtsklick auf das Druckersymbol unter der Systemsteuerung. Unter Status sehen Sie dann, ob ein Druckvorgang den Fortgang behindert. Wenn dieser Druckauftrag von Ihnen selbst stammt, können Sie ihn mit einem Klick auf Druckauftrag abbrechen löschen. Bei einem Netzwerkdrucker, auf den mehrere Personen zugreifen, könnte der Druckauftrag von einem Kollegen stammen. In diesem Fall sollten Sie sich zuerst miteinander absprechen, bevor Sie diesen löschen. Falls der Drucker daraufhin nicht die weiteren Druckaufträge abarbeitet, sollten Sie den Drucker am Gerät für etwa 30 Sekunden ausschalten und den Druck nach Wiedereinschalten gegebenenfalls erneut in Auftrag geben.

Das Druckbild ist nicht sauber

Ist das Druckbild nicht mehr korrekt und sauber, fehlen Farben oder zeigt das Bild weiße vertikale Streifen, sind die Farben im Drucker nicht mehr einwandfrei.

Bei einem Tintenstrahldrucker kann das daran liegen, dass eine der Düsen, beziehungsweise der Druckkopf, eingetrocknet ist. Dies kann vorkommen, wenn der Drucker über einen längeren Zeitraum nicht genutzt wurde. Die meisten Tintenstrahldrucker bieten für diesen Fall eine automatische Düsenreinigung und Druckkopfreinigung an. Die entsprechenden Programme finden Sie in der Regel im Wartungsbereich des Druckers, also dort, wo Sie auch die Druckaufträge verwalten. Zum Thema Tintenstrahldrucker reinigen finden Sie bei UPDATED auch einen speziellen Ratgeber. Oder Sie finden die nötigen Informationen im Handbuch des Herstellers. Hat sich das Druckbild nach der automatischen Reinigung verbessert, ist aber noch nicht optimal, können Sie den Vorgang auch mehrfach durchführen. Bedenken Sie aber, dass bei der automatischen Reinigung eine große Menge Tinte verbraucht wird.

Hat die Prozedur keinen Erfolg, können Sie die Druckköpfe der Patronen auch manuell reinigen. Entfernen Sie dafür die Patrone aus dem Drucker und reinigen Sie sehr vorsichtig die Düsen auf der Unterseite. Verwenden Sie hierfür ein fusselfreies Tuch oder Wattestäbchen, die Sie mit warmem, seifenfreiem Wasser befeuchtet haben. Bei hartnäckigen Fällen können Sie auch die Patrone mit der Unterseite in ein etwa 60 Grad heißes Wasserbad stellen, bis sich die Tinte nach rund fünf Minuten wieder verflüssigt hat. Trocknen Sie die Patrone vor dem Wiedereinsetzen gründlich ab und drucken Sie eine Testseite.

Wiedereinsetzen einer Toner-Kartusche
Ein vorsichtiges Schütteln an der Kartusche eines Laserdruckers kann hässliche Streifen häufig schnell beheben. (© 2016 Piotr Adamowicz/Thinkstock)

Bei einem Laserdrucker lassen sich vertikale Streifen auf den Ausdrucken häufig sehr leicht beheben. Der Grund liegt nämlich in den meisten Fällen darin, dass die Tinte an einer Stelle der Kartusche, in der sich das Toner genannte Farbpulver befindet, schneller aufgebraucht wurde als an einer anderen. Dann können Sie die Kartusche aus dem Gerät entfernen und vorsichtig schütteln, um den Toner gleichmäßig zu verteilen. Horizontale Streifen hingegen liegen meistens an der Trommel der Belichtungseinheit, über die der Toner auf das Papier übertragen wird. Nach etwa zehn verwendeten Kartuschen sollte die Trommel ausgetauscht werden. Wie Sie den Wechsel vornehmen, lesen Sie im Handbuch des Herstellers.

Was Sie prüfen sollten, wenn der Drucker überhaupt nicht reagiert

Der Drucker gibt überhaupt keinen Ton von sich? Vielleicht liegt das an den kleinen Selbstverständlichkeiten und Nachlässigkeiten, die wir als Benutzer in der Eile schnell übersehen. Prüfen Sie in diesem Fall die folgenden Punkte.

Sind alle Stecker eingesteckt?

Auch wenn der Drucker schon häufiger ohne Probleme in Betrieb gewesen ist, können eine unachtsame Bewegung, ein schwungvoll geführter Besen oder etwa ein Haustier die Verbindungen kappen. Vielleicht haben Sie auch eine Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz dazwischen gesetzt und diese ausgeschaltet. Vergewissern Sie sich deshalb als erstes, dass Drucker und PC an eine Stromquelle angeschlossen sind.

Ist die Verkabelung korrekt?

Auch die Verbindung vom Drucker zum PC kann gekappt sein. Prüfen Sie, ob alle Kabel nach wie vor korrekt angeschlossen sind. Tritt das Problem nach einem Kabelwechsel auf, kann das Kabel defekt oder an die falsche Buchse angeschlossen sein. Bei sogenannten LPT-Anschlüssen, einer speziellen Schnittstelle, die vor allem vor einigen Jahren verwendet wurde, ist es auch möglich, dass das Kabel zu lang ist und die Daten auf dem Weg “verlorengehen”. Wechseln Sie bei anhaltenden Problemen auch einmal die USB-Buchse und starten Sie Rechner und Drucker neu. Schließen Sie gegebenenfalls die Druckerklappe.

Sind alle Geräte eingeschaltet?

Die meisten Drucker schalten automatisch vom Standby-Modus in den Betriebsmodus, sobald sie einen Druckauftrag erhalten. Haben Sie aber womöglich den Standby-Modus aus- und den Drucker komplett abgeschaltet? Und wenn Sie vom Smartphone oder Tablet per WLAN drucken wollen: Läuft der Router korrekt? Steht der Drucker auf Online? Falls nein, suchen Sie die entsprechende Online-Taste und drücken Sie diese. Weiterführende Hinweise zum Thema Netzwerkdrucker finden Sie in unserem Ratgeber Netzwerkdrucker einrichten: Von jedem Gerät drucken.

Wird der richtige Drucker angesprochen?

Womöglich versucht Ihr PC, einen anderen Drucker zu aktivieren. Um dies zu prüfen, öffnen Sie wie zuvor beschrieben das Drucker-Menü unter Systemsteuerung > Hardware und Sound > Geräte und Drucker. Jetzt können Sie prüfen, ob ein falsches Gerät aktiviert ist. Mit einem Rechtsklick auf den richtigen Drucker können sie ihn Als Standard definieren. Beim nächsten Druckauftrag wird dieser dann automatisch ausgewählt. Beim Mac finden Sie das Menü unter Finder > Apple > Systemeinstellungen > Drucker und Scannen. Hier finden Sie ein Dropdown-Menü, wo Sie schließlich den Standarddrucker auswählen können.

Ist der Druckertreiber aktuell?

Treiber sind die Programme, die die Kommunikation von Computer und angeschlossenen Geräten steuern. Sind die Treiber veraltet, kann es zu Problemen kommen. Windows 10 und ein Mac laden und installieren Treiber-Updates automatisch, bei Windows können Sie den Treiber aber auch manuell aktualisieren. Klicken Sie dafür auf das Windows-Logo in der linken unteren Ecke, geben Sie Geräte-Manager ein und wählen Sie ihn in der Ergebnisübersicht aus. Klicken Sie in der Geräteliste auf den Drucker, machen Sie einen Rechtsklick und wählen Sie dann Treibersoftware aktualisieren. Alternativ können Sie auf der Website des Herstellers den Gerätenamen eingeben und nach dem aktuellen Treiber suchen. Hier finden Sie auch oft eine Anleitung zur Installation.

Fazit: Lieber prüfen als neu kaufen

Auch wenn der Drucker mal streikt und kleine Probleme bereitet, müssen Sie nicht gleich ein neues Gerät kaufen. Oft hilft es, die häufigsten Fehlerquellen bei Verkabelung und Software zu überprüfen und kleine Hilfsmaßnahmen durchzuführen. Schon kann auch beim alten Gerät der Druck weitergehen – und das Bahnticket liegt endlich einsatzbereit auf dem Tisch, sodass dem Wochenendtrip nun nichts mehr im Weg steht.

 

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