Auf einmal strahlt der Boden wie neu: Kaum eine Renovierungsmaßnahme bringt so viel Brillanz in Ihre Räume wie das Versiegeln von Parkett. Denn auch dem schönsten Holzfußboden sieht man nach einer gewissen Zeit sein Alter an – Laufspuren oder Kratzer stechen immer mehr ins Auge. In diesem UPDATED-Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Ihren Parkettboden richtig schleifen und versiegeln, um ihm wieder zu frischem Glanz zu verhelfen.

Die richtige Planung und Vorbereitung

Sie möchten Ihren Parkettboden selbst abschleifen und versiegeln? Dann bedarf es einer durchdachten Planung – denn die Renovierungsmaßnahme erfordert nicht nur die Beschaffung verschiedener Werkzeuge und Materialien, sie kostet auch einige Tage Zeit und sollte daher auf andere Vorhaben abgestimmt werden.

Ist Ihr Parkett für einen Abschliff geeignet?

Wichtig zu beachten ist, dass Sie nicht jedes Parkett beliebig oft abschleifen können. Die Stärke der Nutzschicht gibt die Häufigkeit der möglichen Renovierungen an. Wie viel Nutzschicht vorhanden ist, hängt davon ab, welche Parkettart Sie verlegt haben und ob der Boden in der Vergangenheit bereits abgeschliffen wurde. Massivparkett etwa besitzt mit einer Stärke zwischen 8 und 22 Millimeter eine dickere Nutzschicht als Fertigparkett mit einer Stärke zwischen 1 und 6 Millimeter. Für einen Abschliff muss sie mindestens noch 3 Millimeter betragen. Informieren Sie sich deshalb im Voraus, ob das Abschleifen Ihres Parkettbodens noch möglich ist. Falls Sie nicht sicher sind, ob und wie oft Ihr Parkett in der Vergangenheit bereits abgeschliffen wurde, sollten Sie dafür immer einen Fachmann zurate ziehen, der Ihr Parkett begutachtet und ein Urteil abgibt.

So viel Zeit benötigen Sie zum Abschleifen und Versiegeln

Kalkulieren Sie für ein Zimmer, dessen Fläche nicht mehr als 30 Quadratmeter beträgt, zum Abschleifen und Versiegeln insgesamt zwei bis drei Tage Arbeit ein. Nach dem Abschliff, der etwa zwei bis vier Stunden in Anspruch nimmt, tragen Sie schließlich erst eine Grundierung und dann mindestens noch zwei Lackschichten auf, die jeweils richtig trocknen müssen. Bevor Sie den Boden wieder begehen können, sollte die Versiegelung mindestens zwölf Stunden trocknen. Bevor Sie das Parkett wieder voll belasten, sollten Sie sogar eine Woche warten.

Falls Sie im selben Raum weitere Renovierungsmaßnahmen planen und zum Beispiel die Wände streichen wollen, erledigen Sie dies zuerst. Führen Sie die Parkettversiegelung dann zum Schluss durch, damit der neue Boden nicht gleich durch andere Arbeiten beschädigt oder verschmutzt wird.

Die richtigen Raumbedingungen

Ihr Parkett sollten Sie bei einer Zimmertemperatur zwischen 18 und 25 Grad versiegeln, weil der Lack bei niedrigeren Temperaturen schlecht trocknet. Es entstehen dann leicht Blasen oder weiße Stellen auf dem Parkett. Bei höheren Temperaturen dagegen trocknet die Versiegelung zu schnell, sodass leicht Ansätze zu erkennen sind. Meiden Sie aus diesem Grund direkte Sonneneinstrahlung im Raum und verdunkeln Sie, falls nötig, die Fenster. Achten Sie auch auf eine gute Durchlüftung des Zimmers während der Versiegelung und in den ersten Tagen danach.

Mit abgeschliffenem und versiegeltem Parkett neuen Glanz in den Raum bringen.
Die Arbeit lohnt sich: Nach dem Abschleifen und Versiegeln des Parketts erstrahlt der Raum in neuem Glanz. (© 2016 Jupiterimages/Thinkstock)

Das sollten Sie parat haben: Material- und Werkzeugliste

Für die Parkettversiegelung benötigen Sie folgende Werkzeuge und Materialien, die Sie im Fach- oder Baumarkt kaufen oder – gerade im Fall größerer Maschinen – auch ausleihen können:

  • Flachmeißel
  • Hammer
  • Holzkeile
  • Gegebenenfalls Akkuschrauber
  • Gehörschutz
  • Staubmaske
  • Walzenschleifmaschine
  • Randschleifmaschine
  • Tellerschleifmaschine (Schleifmaschinen müssen Sie nicht extra kaufen, sondern können Sie im Baumarkt ausleihen.)
  • Schleifmaterial der Körnung 40, 60, 100 und 120 (Die Körnung gibt die Größe des Korns auf dem Schleifpapier an: Je kleiner die Zahl, desto gröber das Korn und desto gröber der Schleifeffekt.)
  • Staubsauger
  • Fusselfreie Tücher aus der Drogerie
  • Gegebenenfalls Fugenkitt
  • Gegebenenfalls Spachtel
  • Parkettlack und die dazugehörige Grundierung (Unsere Empfehlung: Lack auf Wasserbasis zeichnet sich durch seine Geruchlosigkeit aus, er enthält kaum Lösungsmittel und folglich weniger Schadstoffe.)
  • Rührholz
  • Pinsel oder kleine Rolle
  • Rolle und Verlängerungsstange

Wofür und wie Sie diese Dinge jeweils einsetzen können, erfahren Sie in den folgenden Kapiteln.

So bereiten Sie Boden und Raum für die Renovierung vor

Entfernen Sie alle Gegenstände und Möbel aus dem Zimmer, bevor Sie mit der Arbeit am Parkett beginnen. Der Boden muss komplett freigeräumt sein. Anschließend lösen Sie die Fuß- beziehungsweise Sockelleisten, damit Sie später beim Abschleifen und Versiegeln alle Ecken und auch die Bereiche direkt an der Wand gut erreichen können. Sockelleisten mit Montageclips können Sie ganz einfach ausklipsen, angeschraubte Fußleisten lösen Sie mit dem Akkuschrauber. Bei genagelten oder geklebten Fußleisten treiben Sie einen Flachmeißel vorsichtig zwischen Leiste und Wand, indem Sie von oben leicht mit dem Hammer auf den Meißel klopfen. Hebeln Sie mit dem Meißel gefühlvoll die Leiste von der Wand, bis ein ausreichend großer Abstand entstanden ist, um dort einen Holzkeil hineinzustecken. Er verhindert, dass sich der Spalt wieder schließt. Wiederholen Sie diesen Vorgang in regelmäßigen Abständen entlang der Fußleiste. Die Keile setzen Sie fortführend in die Zwischenräume, bis die Leiste vollständig gelöst ist und sich abnehmen lässt. Gehen Sie dabei behutsam vor, damit die Sockelleiste nicht splittert oder zerbricht.

Der richtige Schliff – Parkett abschleifen

Vor dem Versiegeln schleifen Sie das Parkett ab, um Kratzer, hartnäckigen Schmutz oder gegebenenfalls eine alte Lackierung zu entfernen. Wie viele Schleifgänge mit welcher Körnung notwendig sind, hängt von dem Verschmutzungsgrad Ihres Bodens ab. Im Durchschnitt können Sie mit drei bis vier Schleifgängen rechnen, die Sie mit zunehmend feinerer Körnung durchführen.

Bestücken Sie die Walzenschleifmaschine als erstes mit Schleifmaterial der Körnung 40 und beginnen Sie mit dem Grobschliff. Vergessen Sie nicht, dabei Gehörschutz und Atemmaske zu tragen. Im Umgang mit dem Walzenschleifer gibt es einige Dinge zu beachten:

  • Wenden Sie die Maschine nicht, während die Walze auf den Boden herabgelassen ist.
  • Halten Sie den Walzenschleifer in ständiger Bewegung.
  • Lassen Sie den Walzenschleifer nicht mehrere Sekunden lang an derselben Stelle stehen.
  • Leeren Sie den Staubsack der Maschine, wenn er bis zur Markierung gefüllt ist.
  • Behandeln Sie den Schleifstaub vorsichtig und lagern Sie ihn nicht im Haus, da dieser selbstentzündlich ist. Füllen Sie ihn in Müllsäcke um und entsorgen Sie ihn als Sondermüll.
Parkett abschleifen mit der Walzenschleifmaschine.
Mit der Walzenschleifmaschine gehen Sie Bahn für Bahn über Ihren Holzfußboden. (© 2016 ba11istic/fotolia)

Nun können Sie mit dem Grobschliff beginnen:

  1. Starten Sie den Walzenschleifer und warten Sie ab, bis der Staubsack sich mit Luft gefüllt hat.
  2. Nun senken Sie die Schleifwalze sehr langsam in die schiebende Bewegung hinein auf den Boden ab und schleifen diagonal zur Holzmaserung, von einer Ecke des Raumes zur schräg gegenüberliegenden Ecke.
  3. Am Ende einer Schleifbahn heben Sie die Walze kurz in der Bewegung an und senken sie wieder auf den Boden, während Sie sich in derselben Bahn rückwärts bewegen. Durch das kurze Anheben und Absenken schleifen Sie wieder in die Bewegung hinein. Da sich am Ende der Bahn Ihr Körper zwischen Wand und Walze befindet, erreichen Sie die Stellen am Rand zunächst nicht. Diesen Stellen widmen Sie sich daher später.
  4. Die nächste Schleifbahn beginnen Sie etwa um zwei Drittel nach rechts versetzt zur vorherigen Bahn. Das bedeutet, dass Sie einen kleinen Teil der bereits bearbeiteten Bahn noch einmal schleifen. Nachdem Sie die Maschine erneut kurz angehoben haben, befinden Sie sich nun wieder im Vorwärtsgang. Arbeiten Sie sich nach diesem Schema voran, bis Sie das ganze Parkett dieser Raumhälfte diagonal in diese Richtung verlaufend geschliffen haben.
  5. Verfahren Sie genauso mit der anderen Raumdiagonale. Das heißt, Sie schleifen dieses Mal ausgehend von der Mitte des Raums die andere, noch unbearbeitete Seite, bis der gesamte Boden geschliffen ist.

Nach dem ersten Schleifgang saugen Sie den Boden gründlich ab. Wechseln Sie dann zum Zwischenschliff mit dem Schleifmaterial der Körnung 60. Hier ist es wichtig, auf das Verlegemuster des Parketts zu achten. So erfolgt das Schleifen von Fischgrätparkett in diagonalen Bahnen mit der Holzrichtung. Mosaik- oder Würfelparkett schleifen Sie diagonal zum Faserverlauf von links nach rechts. Stabparkett dagegen schleifen Sie in Längsbahnen mit der Holzrichtung.

Saugen Sie auch nach diesem Schleifgang den Boden sorgfältig ab. Je nach Zustand des Bodens ist mehr als ein Zwischenschliff mit diesem Schleifmaterial nötig. Rechnen Sie mit einem bis drei Schleifgängen, bis alle Kratzer und Beschädigungen abgetragen sind.

Suchen Sie vor dem letzten Schleifgang, dem Feinschliff, den Parkettboden gründlich nach Rissen und Fugen ab. Gröbere Beschädigungen lassen sich gut mit einer Mischung aus Fugenkitt und dem Schleifstaub der Körnung 60 beseitigen. Dafür geben Sie Schleifstaub und Fugenkitt im Mischverhältnis 1:1 bis 1:5 auf die beschädigte Stelle und verrühren die Substanz zu einer teigigen Masse. Das Mischverhältnis richtet sich nach der Größe des Risses oder der Fuge. Je breiter die Fuge, umso mehr Teile Fugenkitt mischen Sie bei. Mithilfe eines Spachtels arbeiten Sie die Füllmasse in die Parkettfuge ein und verschließen sie so. Lassen Sie die Masse vor dem finalen Schliff 30 bis 45 Minuten trocknen.

Zuletzt widmen Sie sich dem Feinschliff, den Sie mit Körnung 100 und der Tellerschleifmaschine vornehmen. Beginnen Sie in der Ecke des Raumes, die dem Ausgang gegenüberliegt und führen Sie die Maschine in Bahnen, am besten parallel zum Lichteinfall. Bei diesem Schleifgang sind Sie, unabhängig von der Parkettart, an keine feste Schleifrichtung gebunden. So schleifen Sie einmal den kompletten Raum.

Auch die Ränder und Ecken bearbeiten Sie nach den entsprechenden Schleifgängen mit Blättern der Körnung 40, 60 und 100. Benutzen Sie dazu die Randschleifmaschine: Legen Sie für den ersten Durchgang eine Schleifscheibe mit Körnung 40 auf den Schleifteller. Führen Sie die Maschine ohne Druck in kreisförmiger Bewegung über den Boden, und achten Sie darauf, dass zwischen Randbereich und Fläche kein Ansatz zu sehen ist. Verfahren Sie so jeweils auch mit dem Schleifmaterial der Körnung 60 und 100, nachdem Sie vorher die Fläche mit dem Walzenschleifer und Schleifpapier derselben Stärke bearbeitet haben.

Mit Lack versiegeltes und unversiegeltes Parkett im Vergleich.
Kräftigere Farbe und stärkerer Glanz: Zwischen versiegeltem und unversiegeltem Parkett ist ein deutlicher Unterschied zu erkennen. (© 2016 sima/fotolia)

Parkett versiegeln – so geht’s

    1. Saugen Sie den Boden nach dem letzten Schleifgang besonders gründlich ab. Das Parkett sollte sauber und trocken sein. Stellen Sie außerdem eine ausreichende Lüftung der Räume sicher. Reinigen Sie auch Vorsprünge und Flächen wie Fensterbänke und Heizkörper mit einem feuchten Tuch, damit von dort kein Staub aufwirbeln und Ihnen bei der Lackierung in die Quere kommen kann.
    2. Lesen Sie die Herstellerangaben auf dem gekauften Lack und dem Grundierungsmittel. Beachten Sie vor allem die angegebenen Trocknungszeiten.
    3. Beginnen Sie mit dem Auftragen der Grundierung. Dieses Anstrichmittel schafft optimale Bedingungen für den Parkettlack: Die Grundierung hebt die Maserung des Holzbodens hervor, verhindert Verfärbungen und verschließt die Poren des Holzes. So dringt später kein Lack in das Holz ein.Denken Sie daran, dass Sie nach getaner Arbeit noch die Tür erreichen müssen. Deshalb sollten Sie im hinteren Teil des Raums beziehungsweise in der Ecke beginnen, die am weitesten von der Ausgangstür entfernt ist. Grundieren Sie von dieser Raumecke ausgehend zuerst die Ränder in Abschnitten von jeweils zwei Metern mit einem breiten Pinsel oder einer kleinen Rolle. Tragen Sie nun auf der bereits am Rand grundierten Fläche die Grundierung über Kreuz auf. Tauchen Sie die Rolle in die Grundierung und verteilen Sie diese gleichmäßig und ohne Druck entgegen der Maserungsrichtung des Holzes. Anschließend überstreichen Sie den Abschnitt in Richtung der Holzmaserung, allerdings ohne die Rolle erneut in die Grundierung zu tauchen.Befolgen Sie also stets dieses Schema: Rand- beziehungsweise Ecken-Grundierung zuerst und im Anschluss die Flächen-Grundierung mit der Rolle an der Verlängerungsstange auftragen. Lassen Sie die Abschnitte dabei leicht überlappen und arbeiten Sie zügig, sodass die bereits aufgetragene Grundierung an den Rändern noch feucht ist, während Sie die frische Grundierung auf der ganzen Fläche auftragen, um einen gleichmäßigen Übergang ohne Ränder zu erzielen. Arbeiten Sie sich so bis zur Türseite vor, die Sie ganz zum Schluss grundieren. Je nach Hersteller benötigt die Grundierung zwei bis vier Stunden Zeit zum Trocknen.
    4. Nach der angegebenen Trocknungszeit der Grundierung tragen Sie die erste Lackschicht auf. Öffnen Sie den Parkettlack, rühren Sie ihn mit einem Rührholz einige Male durch, und lassen Sie ihn anschließend etwa fünf bis zehn Minuten offen stehen, damit die Luftbläschen entweichen. Danach tragen Sie den Lack auf. Dabei gehen Sie wie bei der Grundierung abschnittsweise und in dem gleichen Schema vor. Ränder und Ecken streichen Sie also wieder mit dem Pinsel, die Flächen mit der an der Verlängerungsstange befestigten Rolle. Der Lack benötigt zwischen acht und zehn Stunden, bis er getrocknet ist.
Musterung des Parkettbodens durch Versiegelungslack hervorgehoben.
Bei versiegeltem Parkett kommt die Musterung des Holzes besonders gut zur Geltung. (© 2016 Jupiterimages/Thinkstock)
  1. Ist diese Schicht gut getrocknet, erfolgt ein erneuter ganz feiner Anschliff, um kleine aufgerichtete Holzfasern zu entfernen. Für diesen Schliff verwenden Sie am besten eine Tellerschleifmaschine und Schleifmaterial der Körnung 120, die Sie in gleichmäßig kreisenden Bewegungen über den Boden führen. Die Ränder und Ecken schleifen Sie mit Schleifpapier derselben Körnung von Hand. Arbeiten Sie beim Anschliff sorgfältig, damit die glatte Oberfläche nicht durch einzelne raue Fasern gestört wird. Reinigen Sie im Anschluss den Boden erneut sorgsam mit dem Staubsauger und vergessen Sie dabei nicht die Fensterbänke, Heizkörper, Türrahmen und -schwellen. Wischen Sie mit einem fusselfreien feuchten Tuch die letzten Staubreste auf.
  2. Nach dem Schliff erfolgt der Auftrag einer weiteren Lackschicht. Empfehlenswert sind beim Versiegeln von Parkett mindestens zwei Schichten Lack. Stark beanspruchte Böden, wie etwa der Flur, sollten mit drei Schichten überzogen werden. Beim Auftragen gehen Sie erneut so vor wie bei der Grundierung und der ersten Lackschicht. Wünschen Sie eine dritte Schicht, muss der Lack wieder acht bis zehn Stunden trocknen und bekommt danach einen weiteren Anschliff mit dem Tellerschleifer und Schleifmaterial der Körnung 120. Anschließend können Sie die dritte Lackschicht auftragen.
Vorteil von versiegeltem Parkett: es ist unempfindlich.
Versiegeltes Parkett ist unempfindlicher gegen Kratzer und Schmutz, sodass Kinder bedenkenlos darauf spielen können. (© 2016 MIXA next/Thinkstock)

So können Sie Kratzer vermeiden

Damit Sie sich lange an Ihrem schönen renovierten Boden erfreuen können, ist es hilfreich, einige Vorkehrungen zu treffen:

  • Kleben Sie Möbelgleiter aus Filz oder Teflon unter Stuhl- und Tischbeine.
  • Breiten Sie unter Bürostühlen mit Rollen eine Bodenschutzmatte aus.
  • Legen Sie Fußabtreter und Matten im Eingangsbereich aus, damit Schmutz, Sand und kleine Steinchen nicht ins Haus gelangen.
  • Vermeiden Sie punktuelle Belastungen, zum Beispiel durch Pfennigabsätze.

Nach der Versiegelung – so geht’s weiter

Nach Auftragen der letzten Lackschicht warten Sie zwölf Stunden, bis Sie den Boden wieder betreten. Leichte Möbel, wie Stühle, können Sie nach etwa 24 Stunden wieder in den Raum stellen. Belasten Sie den Boden erst nach einer Woche wieder mit schweren Gegenständen und Möbeln. Abhängig von Temperatur, Lüftung, Boden und Parkettlack kann die endgültige Aushärtung des Bodens sogar bis zu zwei Wochen dauern. Reinigen Sie ihn bis dahin nicht mit Wasser und legen Sie Teppiche erst nach 14 Tagen wieder auf das Parkett.

Mehr Glanz und Schutz durch versiegeltes Parkett

Versiegeltes Parkett zeichnet sich gegenüber der naturbelassenen Variante ohne Siegellack durch zwei Vorteile aus: Es ist zum einen unempfindlicher gegen Schmutz, Feuchtigkeit und Abrieb und verursacht zum anderen weniger Aufwand bei der Pflege. Bereits vorhandene Kratzer, Laufspuren, Flecken oder Wasserränder auf dem Boden lassen sich mit einem Abschliff und einer anschließenden Neuversiegelung beseitigen. Vor allem bei stark beanspruchten Räumen, wie Flur oder Wohnzimmer, macht eine Versiegelung Sinn. Die zwei bis drei Tage, die Sie in die Renovierung Ihres Bodens investieren, lohnen sich allemal. Denn mit der richtigen Pflege bleibt Ihr abgeschliffener und versiegelter Parkettboden etwa 15 Jahre lang schön und lässt Ihre Wohnung in besonderem Glanz erstrahlen.

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