Der Energiesparmodus unter Windows 10 reduziert den Stromverbrauch von PCs und Laptops während des laufenden Betriebs. Für den Benutzer bedeutet das einerseits einen kleinen, finanziellen Sparvorteil und andererseits profitiert davon auch die Laufzeit eines akkubetriebenen Notebooks. Die Energieoption lässt sich über individuelle Einstellungen steuern. So können zum Beispiel Festplatte oder Bildschirm bei Inaktivität vorübergehend ausgeschaltet werden. Wie der Energiesparmodus von Windows 10 aktiviert wird und welche Konfigurationen möglich oder empfehlenswert sein können, zeigt der UPDATED-Ratgeber hier auf einen Blick.

Wie aktiviere ich den Windows 10 Energiesparmodus?

Der Energiesparmodus von Windows 10 ist nicht automatisch aktiv, sondern lässt sich wie bei vorherigen Versionen des Windows-Betriebssystems individuell einschalten und konfigurieren. Um ihn zu aktivieren, führen Sie folgende Schritte aus:

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Windows-Symbol unten links in der Taskleiste.
  2. Wählen Sie Energieoptionen aus.
  3. Es öffnet sich eine Auswahlliste, in welcher Sie den Energiesparmodus anwählen können (daneben gibt es noch die Modi Ausbalanciert und Höchstleistung).
  4. Indem Sie die Markierung per Mausklick neben den gewünschten Modus setzen, aktivieren Sie die jeweilige Funktion.
  5. Ist der Punkt Energiesparmodus nicht sichtbar? In diesem Fall öffnen Sie Weitere Energiesparpläne einblenden im Feld darunter: Hier können Sie nun aus allen verfügbaren Energieoptionen wählen.

    Energiesparmodus Windows 10 Energieoptionen
    Unter den “Energieoptionen” markieren Sie den “Energiesparmodus”, um diesen nutzen zu können. (© 2017 Screenshot/UPDATED)

Was genau ist der Energiesparmodus von Windows 10?

Beim Energiesparmodus von Windows 10 handelt es sich um eine im Stromverbrauch reduzierte Betriebsart. Werkseitig stehen der Energiesparmodus und die beiden Einstellungsoptionen “Ausbalanciert” und “Höchstleistung” zur Auswahl. Alle Modi können gleichermaßen im Detail konfiguriert werden.

Mit den drei Voreinstellungen wird dem Benutzer für den Anfang die Arbeit leicht gemacht: Ohne jede Einstellung von Bildschirm, Netzwerkverbindungen oder etwa Festplatten-Leistung einzeln zu verändern, kann durch den Wechsel des Energiesparplans mit nur wenigen Klicks die gesamte Leistung individualisiert werden.

Der Energiesparmodus sollte nicht mit dem Schlummermodus Energie sparen verwechselt werden. Dieser steht neben den Optionen Herunterfahren, Neustart und – falls aktiviert – Ruhezustand zur Auswahl, wenn Sie Ihren Rechner oder Laptop ganz normal über das Ein/Aus-Symbol herunterfahren wollen.

Erste persönliche Konfigurationen für den Energiesparmodus von Windows 10

Windows 10 bietet unter dem Menüpunkt Energieoptionen eine schnelle Konfiguration des Energie-Verhaltens beziehungsweise des Energiesparplans an. Wer wissen möchte, was im Energiesparmodus im Einzelnen geschieht und erste eigene Einstellungen vornehmen will, kann hier festlegen, nach wie viel Minuten bei Inaktivität des Nutzers der Bildschirm ausgeschaltet werden soll und nach welcher Zeit der Rechner vom Modus “Höchstleistung” in den Energiesparmodus wechselt. Eine individuelle Konfiguration ist nützlich, wenn der eigene Arbeitsrhythmus bekannt ist. Dabei gehen Sie folgendermaßen:

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste erneut auf das Windows-Symbol unten links in der Taskleiste.
  2. Wählen Sie wieder Energieoptionen aus.
  3. Klicken Sie neben dem Punkt Energiesparmodus auf Energiesparplaneinstellungen ändern.
  4. Grundsätzlich können alle Veränderungen, die Sie hier vornehmen, immer über Energiesparplaneinstellungen ändern > Standardeinstellungen für diesen Energiesparplan wiederherstellen zurückgesetzt werden. Es besteht also kein Anlass zur Sorge, etwas falsch zu machen.

    Energiesparmodus Windows 10 Energiesparplan
    Unter “Energiesparplaneinstellungen ändern” legen Sie unter anderem fest, ab wann der Bildschirm bei Inaktivität ausgeschaltet werden soll. (© 2017 Screenshot/UPDATED)

Detaillierte Einstellungen für den Windows 10 Energiesparmodus wählen

Der Energiesparmodus von Windows 10 lässt sich sehr individuell justieren. Über Energieoptionen > Energiesparplaneinstellungen ändern können erste Einstellungen für den Bildschirm und das Energieverhalten vorgenommen werden. Wem das nicht genügt, der findet hier eine weitere Option: Erweiterte Energieeinstellungen ändern.

  1. Ein Mausklick auf Erweiterte Energieeinstellungen ändern öffnet ein neues Fenster.
  2. Hier verbirgt sich eine kleine Liste von möglichen Einstellungen, worüber unter anderem das Energieverhalten von Bildschirm oder Festplatte geändert werden kann, unter anderem, nach wie vielen Minuten die Festplatte ausgeschaltet werden soll. Sogar USB-Einstellungen und Grafikeigenschaften lassen sich dort konfigurieren.
  3. Die Unterpunkte in der Liste lassen sich jeweils über ein Klicken auf den kleinen Plus-Button anzeigen und verändern.
  4. Wichtig am Schluss: Speichern Sie die vorgenommenen Einstellungen über den Button Übernehmen unten rechts im Fenster.
  5. Auch hier lassen sich alle Änderungen über Standardeinstellungen für diesen Energiesparplan wiederherstellen zurücksetzen.

Noch mehr Strom sparen mit dem Computer

Wenn Sie den Computer vorübergehend nicht benötigen aber nach der Pause schnell weiterarbeiten wollen, schalten Sie ihn nicht aus und nicht in den Schlummermodus Energie sparen, sondern versetzen Sie ihn in den Ruhezustand. Die Option können Sie über das Ein/Aus-Symbol auswählen, das Sie auch betätigen, wenn Sie Ihren Rechner oder Laptop ganz normal herunterfahren wollen.

Dabei wird automatisch eine Datei mit Ihren Sitzungsdaten gespeichert, aus der beim Aktivieren wieder gestartet wird. Vorteil: Alle Funktionen ruhen – ohne sie später komplett und vielleicht langwierig wieder hochfahren zu brauchen.

Empfohlene Nutzung des Energiesparmodus

Der Windows 10 Energiesparmodus bietet zwar gerade für mobile Geräte bei Akkubetrieb den Vorteil einer verlängerten Laufzeit, allerdings wird – je nach Ihren Konfigurationen innerhalb des Modus – dadurch auch die Prozessoren- oder Festplatten-Leistung gedrosselt. Eventuell verringert sich so die Schnelligkeit des Computers.

Im ungünstigsten Fall hebt dabei die verlangsamte Leistung den Energiegewinn bei der Akkulaufzeit wieder auf, zum Beispiel dann, wenn unter Maximaler Leistungszustand des Prozessors in den erweiterten Energieeinstellungen ein niedriger Prozentwert gewählt ist. Empfehlenswert sind aus diesem Grund einzelne kleine Justierungen.

  • Die adaptive Helligkeit des Bildschirms ein- oder ausschalten: Der Bildschirm passt seine Helligkeit nicht mehr automatisch an die äußere Umgebung an, wenn die Funktion deaktiviert ist.
  • Verfügbarkeit von Drahtlos- oder USB-Verbindungen ein- oder ausschalten: In der Regel sind PC und Laptop entweder über eine USB-Schnittstelle oder WLAN mit dem Internet verbunden. Die Verbindungsoption, die nicht benötigt wird, kann ausgeschaltet werden.
  • Multimediaeinstellungen anpassen: Multimediafunktionen wie Videos verbrauchen sehr viel Energie. Besonders für unterwegs ist es sinnvoll, auf die Option Videoqualität optimieren zu verzichten, um eine längere Laufzeit im Akkumodus zu garantieren.
  • Stromversorgung von Grafikkarten reduzieren: Grafikkarten benötigen viel Energie. Wenn PC oder Notebook nicht zum Spielen oder für aufwendige Grafiken genutzt werden, kann die Stromversorgung der Grafikkarte reduziert werden.
  • Desktophintergrundeinstellungen anpassen (zum Beispiel Diashow): Als Desktophintergrund kann Windows 10 mehr als nur ein Bild verwenden. Das Betriebssystem zeigt die Bilder dann in einer Diashow, die viel Energie verbraucht. Um das zu verhindern, setzen Sie die Funktion auf Angehalten.

Welche Änderungen sich für Sie eignen, hängt von Ihrem persönlichen Nutzerverhalten ab. Nutzen Sie das Notebook oder den PC über WLAN, sollte die Verfügbarkeit der Drahtlosverbindungen nicht deaktiviert werden. Auf diese Weise lässt sich Strom sparen – und die Akkulaufzeit eines Laptops erhöhen – ohne größere Einbußen bei der Leistung.

Welcher Energiesparplan ist der beste?

Nicht immer ist das Energiesparen die richtige Lösung. Neben dem Energiesparmodus bietet Windows 10 noch die Energie-Varianten “Ausbalanciert” und “Höchstleistung”. Für die Arbeit zu Hause bei ständiger Versorgung mit Netzstrom kann beispielsweise auch die Einstellung “Höchstleistung” sinnvoll sein. Der Computer läuft dabei mit voller Leistung und damit eben auch schneller als unter anderen Stromprogrammen.

Um die richtige Balance zwischen Stromverbrauch und Komfort bei der Arbeit zu finden, wird allgemein ein genau definierter, an den persönlichen Bedürfnissen und Tagesabläufen ausgerichteter Wechsel zwischen den Energiesparplänen empfohlen. Vielleicht enthält Windows 10 für Sie mit der Variante “Ausbalanciert” sogar eine gute Voreinstellung: Hier ist das Ziel ein Gleichgewicht aus Leistung und Energieverbrauch.

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