Ihre Spülmaschine heizt nicht mehr? Von Dampf und Wärme keine Spur, trotz 65-Grad-Intensivspülgang? Wenn die Spülmaschine Ihnen neuerdings die kalte Schulter zeigt und das Geschirr einfach nicht mehr sauber wird, kann das unterschiedliche Ursachen haben. Einige davon können Sie sogar selbst beheben. Welche das sind, lesen Sie hier.

Ursache 1: Eingeschränkte Wasserzufuhr

Eine eingeschränkte Wasserzufuhr kann der Grund dafür sein, dass Ihre Spülmaschine nicht mehr heizt. Um herauszufinden, was den Wasserkreislauf blockiert, überprüfen Sie als erstes den Wasserhahn und die Schläuche auf ihre Funktionsfähigkeit. Was Sie bei spezifischen Symptomen selber tun können um Ihre Spülmaschine zu reparieren, erfahren Sie im Folgenden…

Problem: Spülmaschine heizt gar nicht mehr

Ob die Geschirrspülmaschine nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr heizt, liefert einen Hinweis darauf, wo der Fehler zu suchen ist und ob Sie diesen selbst beheben können. Kommt das Geschirr lauwarm statt heiß aus der Maschine und ist die Heizleistung weniger als sonst, kann ein Problem in der Wasserversorgung vorliegen. Gut, denn das können Sie mitunter selbst lösen (Wie, erklären wir Ihnen weiter unten). Heizt die Spülmaschine gar nicht mehr, ist ein Defekt im Inneren der Maschine wahrscheinlich. In diesem Fall kommen Sie um den Fachmann leider nicht herum.

Wenn das Wasser in der Spülmaschine trotz Intensivspülgang kalt bleibt, ist das Problem ein Fall für den Fachmann
Wenn das Wasser in der Spülmaschine trotz Intensivspülgang kalt bleibt, ist das Problem ein Fall für den Fachmann. (© 2017 AndeyPopov/Thinkstock)

Problem: Es kommt zu wenig Wasser aus dem Hahn

Ihre Spülmaschine ist über den Zulaufschlauch mit dem Wasserhahn verbunden. Dieser befindet sich meist im Schrank unter der Spüle. Prüfen Sie, ob der Wasserhahn voll aufgedreht ist. Anschließend kontrollieren Sie, ob genügend Wasser aus dem Hahn läuft. Als Faustregel gilt:

Innerhalb von acht Sekunden sollten mindestens 2,5 Liter Wasser aus dem komplett aufgedrehten Wasserhahn laufen.

Ob dem so ist, stellen Sie mit dem Eimertest fest. Sie brauchen dafür einen Eimer, einen Feudel, eine Uhr mit Sekundenzeiger und einen Messbecher. So gehen Sie vor:

  1. Drehen Sie den Wasserhahn zu und stellen Sie den Eimer darunter.
  2. Entfernen Sie den Zulaufschlauch der Spülmaschine und wischen Sie eventuell austretendes Restwasser mit dem Feudel auf.
  3. Legen Sie eine Uhr mit Sekundenanzeige bereit.
  4. Drehen Sie den Wasserhahn für acht Sekunden voll auf und schließen Sie ihn anschließend.
  5. Überprüfen Sie mit dem Messbecher, wieviel Wasser in den Eimer geflossen ist. Sind es weniger als 2,5 Liter, liegt hier die Ursache für die unzureichende Wasserzufuhr.

Wenn zu wenig Wasser aus dem Hahn läuft, kann das zwei Ursachen haben:

  1. Der Wasserhahn ist verkalkt.
  2. Der Wasserdruck in der Wasserleitung ist zu niedrig.
Ist der Hahn verkalkt, steht der Spülmaschine zu wenig Wasser zur Verfügung.
Ist der Hahn verkalkt, steht der Spülmaschine zu wenig Wasser zur Verfügung. (© 2017 cesaria1/Thinkstock)

Problem: Der Wasserhahn ist verkalkt

Ihre Spülmaschine heizt nicht ordentlich, wenn der Wasserhahn verkalkt ist und zu wenig Wasser durchlässt. Ist dies der Fall, tauschen Sie den Hahn einfach gegen einen neuen aus dem Baumarkt aus. Kostenpunkt: Zwischen fünf und 20 Euro. So gehen Sie beim Wasserhahnwechsel vor:

  1. Drehen Sie den Hauptwasserhahn zu. Er befindet sich in der Regel in der Nähe des Wasserzählers im Keller, in der Küche oder im Bad.
  2. Überprüfen Sie, ob die Wasserzufuhr komplett abgeschnitten ist, indem Sie den zu wechselnden Wasserhahn aufdrehen.
  3. Kommt nur noch Restwasser oder bleibt alles trocken, legen Sie die Zange oder den Sechskantschlüssel an der Mutter an.
  4. Drehen Sie die Mutter im Uhrzeigersinn, bis der Wasserhahn lose ist.
  5. Nehmen Sie den alten Wasserhahn heraus und stecken Sie den neuen ein.
  6. Befestigen Sie den neuen Wasserhahn, indem Sie die Mutter entgegen dem Uhrzeigersinn zuziehen.
  7. Sobald Sie den Hauptwasserhahn wieder aufgedreht haben, können Sie den neuen Hahn wie gewohnt benutzen.

Problem: Der Wasserdruck ist nicht richtig eingestellt

Manchmal ist nicht der verkalkte Wasserhahn das Problem, sondern zu geringer Wasserdruck. Wenn trotz neuem Hahn zu wenig Wasser aus der Leitung kommt, kann das mehrere Ursachen haben:

  1. Wasserspar-Installationen an der Hauptleitung
  2. Verstopfter Wasserfilter
  3. Technischer Defekt beim Wasserversorger

Die Wasserhauptleitung und der Wasserfilter sind Teile des hauseigenen Wassersystems und liegen in der Verantwortung des Hausbesitzers. Etwaigen Mietern gegenüber steht er in der Pflicht, eine ordnungsgemäße Wasserversorgung zu gewährleisten. Hausbesitzer, die keine fundierte Kenntnis von Wasserinstallationen haben, sollten einen Fachmann beauftragen, um die Funktionsfähigkeit des hausinternen Wassersystems zu überprüfen. Liegt kein Defekt vor, gilt es, mit dem Wasserversorger in Verbindung zu treten.

Problem: Schläuche sind nicht durchlässig

Ob die Spülmaschine heizt oder nicht, kann auch mit den Schläuchen zusammenhängen. Sind diese eingeklemmt oder verstopft, gelangt zu wenig Wasser in den Geschirrspüler und die Heizleistung nimmt ab. Sind die Schläuche vielleicht verklemmt oder verknickt? Wenn ja, können Sie Folgendes tun:

  1. Schalten Sie die Spülmaschine ein.
  2. Überprüfen Sie die Beweglichkeit des Zulaufschlauchs, indem Sie sanft daran ziehen. Beginnen Sie an der Stelle, wo der Schlauch mit dem Wasserhahn verbunden ist. In der Regel ist das unter der Spüle.
  3. Ist es Ihnen gelungen, durch die Bewegung einen Knick oder eine Blockade zu lösen, hören Sie das am verstärkten Wasserrauschen.
  4. Spüren Sie einen hartnäckigen Widerstand, ziehen Sie die Spülmaschine 10 bis 20 Zentimeter aus der Nische, bis Sie die Schläuche sehen können. Ist einer der Schläuche geknickt oder eingeklemmt, begradigen oder lösen Sie ihn.
  5. Lassen Sie den Geschirrspüler durchlaufen und beobachten Sie, ob die Spülmaschine heizt oder nicht. Strahlt die Spülmaschinentür die übliche Wärme aus und ist das Geschirr nach dem Waschgang warm oder heiß? Wenn ja, ist das Problem gelöst und Sie können das Gerät in seine Nische zurückstellen.

Problem: Schläuche sind verschmutzt

Die Spülmaschine heizt nicht, obwohl der Zulaufschlauch frei liegt? Möglicherweise ist die Wasserzirkulation durch Schmutz im Ablaufschlauch beeinträchtigt. Über die Jahre können sich Speisereste und Öl darin ablagern und den Schlauch verstopfen. Um den Schlauch zu reinigen, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Drehen Sie den Wasserhahn zu und nehmen Sie die Spülmaschine vom Stromnetz.
  2. Unter der Spüle ist der Ablaufschlauch mit einer Klemme am Siphon angeschlossen. Durch das gebogene Rohr fließen die Abwässer von Geschirrspüler und Waschmaschine in die Kanalisation ab. Stellen Sie einen Eimer unter die Anschlussstelle, drücken Sie die Klemme mit einer Zange zusammen und ziehen Sie diese ab. Anschließend streifen Sie den Schlauch vom Siphon ab und legen ihn in den Eimer, sodass Restwasser ablaufen kann.
  3. Ziehen Sie die Spülmaschine vor, sodass Sie bequem an den hinteren Teil des Geräts drankommen.
  4. Das andere Ende des Ablaufschlauchs, das an der Rückwand des Geschirrspülers befestigt ist, ist ebenfalls mit Klemmen fixiert. Lösen Sie diese mit der Zange und ziehen Sie den Schlauch ab. Austretendes Wasser wischen Sie mit einem Lappen auf.
  5. Um Schmutz zu entfernen, spülen Sie den Schlauch mit heißem Wasser und Spülmittel gründlich durch. Am besten geht das in der Badewanne.
  6. Befestigen Sie den Schlauch anschließend wieder mit den Klemmen an der Spülmaschine und am Siphon. Achten Sie darauf, dass die Verschlüsse gründlich geschlossen sind.
  7. Rücken Sie das Gerät zurück an den ursprünglichen Standort, schließen Sie die Spülmaschine ans Stromnetz an und starten Sie einen Testlauf, um zu prüfen, ob die Spülmaschine heizt oder nicht.
Speisereste und Schmutz können den Ablaufschlauch der Geschirrspülmaschine verstopfen und die Wasserzirkulation beeinträchtigen.
Speisereste und Schmutz können den Ablaufschlauch der Geschirrspülmaschine verstopfen und die Wasserzirkulation beeinträchtigen. (© 2017 PaulMichaelHughes/Thinkstock)

Speisereste und Schmutz können den Ablaufschlauch der Geschirrspülmaschine verstopfen und die Wasserzirkulation beeinträchtigen.
Manchmal liegt der Fehler weder beim Wasserhahn noch bei den Schläuchen. Wird die mangelhafte Wasserversorgung durch einen Defekt an den elektrischen Teilen der Spülmaschine verursacht, etwa dem Aquastop oder dem Magnetventil, sollten Sie einen Fachmann zu Rate ziehen.

Ursache 2: Defekte oder verschlissene Bauteile

Konnten Sie eine mangelnde Wasserversorgung als Grund für die mangelhafte Heizleistung ausschließen, ist die Ursache im Gerät selbst zu suchen.

  • Der Heizstab,
  • die Umwälzpumpe,
  • das Thermostat,
  • das Steuerungsrelais und
  • die Steuerungsplatinen müssen in einem einwandfreien Zustand sein, damit die Spülmaschine heizt. Nicht funktionierende Komponenten haben unmittelbare Auswirkungen auf die Wassertemperatur beim Geschirrspülen.Um Defekte an den Bauteilen festzustellen, muss das Gehäuse des Geschirrspülers geöffnet und die Elektronik freigelegt werden. Ein komplexer Eingriff, den Sie dem Fachmann überlassen sollten. Nicht zuletzt, weil durch das Öffnen des Geräts in der Regel die Garantie verfällt.

    Fazit: So läuft Ihre Spülmaschine wieder richtig

    Die Spülmaschine heizt nicht. Eine einfache Tatsache, die leider komplexe Ursachen haben kann. Um dahinter zu kommen, wo das Problem liegt, brauchen Sie mitunter viel Geduld. Heizt der Geschirrspüler nur eingeschränkt und ist eine mangelhafte Wasserzufuhr als Ursache wahrscheinlich, lohnt es sich, potenziellen Fehlerquellen Schritt für Schritt nachzugehen. Heizt das Gerät dagegen gar nicht mehr, rufen Sie am besten einen Fachmann.

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