Du schlenderst gerade durch die Straßen, da scheint die untergehende Sonne intensiv golden auf den Asphalt und verwandelt die Szene in ein Meer aus Licht. Den Anblick willst du festhalten. Aber deine Kamera fängt nicht ein, was du siehst. Erfahre bei UPDATED, wie dir in besonderen Situationen tolle Street-Photography-Bilder gelingen und wie du mit ihnen Aufmerksamkeit bei Instagram erzeugen kannst.

Tipps für Street Photography mit Spiegelreflex- oder Systemkamera

Oft entscheiden nur kleine Details über die Wirkung eines Fotos. Beim Foto-Shooting mit Freunden oder Familie kann das Posing immer wiederholt werden, aber im alltäglichen Leben sind es oft nur wenige Sekunden, die dir bleiben, um das perfekte Bild zu schießen. Damit der Momentaufnahme für die Ewigkeit zumindest technisch nichts im Weg steht, helfen dir bestimmte Einstellungen an deiner Spiegelreflex- oder Systemkamera, die dir im Folgenden erklärt werden.

Manueller Modus oder Zeitautomatik

Zwar liegt der Verdacht nahe, der Automatikmodus würde dir beim schnellen Knipsen einiges an Arbeit ersparen und den schönen Moment gut einfangen, jedoch bewirkt die Programmautomatik häufig das Gegenteil. Im P-Modus versucht deine Kamera, alle Bildteile gleichmäßig zu belichten. So verlieren Farben ihre Intensität und interessante Kontraste ihre Schärfe. Besser eignen sich hier der manuelle Modus M (für Fortgeschrittene und Semi-Profis) oder die Zeitautomatik A. Bei der Zeitautomatik wählst du deine Blendenzahl von Hand, die Kamera generiert dann automatisch eine passende Verschlusszeit.

Blende f/8

Arbeitest du manuell oder mit Zeitautomatik, empfiehlt sich eine Blendenöffnung bei f/8. Diese Einstellung lässt bei regulärem Tageslicht genug Helligkeit auf den Bildsensor, sorgt für satte Farbverteilung und generiert einen natürlichen Schärfe-Effekt auf deinem Foto. Im Zusammenspiel mit Belichtungszeit und ISO können hier unterschiedlichste Fotos im Schatten, in der Sonne oder zu dämmernden Tageszeiten ohne Probleme aufgenommen werden.

Niedriger ISO

Um Straßenfotografie möglichst scharf und ohne störende rote Körnchen (sogenanntes “Rauschen”) zu meistern, halte deinen ISO-Wert, also die Lichtempfindlichkeit deines Bildsensors, möglichst niedrig. Bei hellem Tageslicht reicht der kleinste Wert (100). Je dunkler es wird, desto höher wird der ISO-Wert eingestellt. Versuche tagsüber maximal ISO 400 einzustellen.

Stativ

Möchtest du dir bei schwierigen Lichtverhältnissen Schnappschüsse sichern, schaffen ein Stativ Abhilfe, um scharfe Bilder zu erhalten. Lässt du den ISO niedrig und die Blende weitestgehend bei f/8, wird eine lange Belichtungszeit nötig, um Bilder mit viel Schatten oder Dunkelheit passend darzustellen. Damit deine Fotos dann nicht verschwimmen, ist entweder eine sehr ruhige Hand oder ein Stativ nötig.

Tipps für Street Photography mit Spiegelreflex
Bei dämmerndem Licht kann ein Stativ bei Street Photography durchaus sinnvoll sein. Bei hellem Tageslicht schränkt es dagegen deine Beweglichkeit ein. (© 2018 Kaique Rocha / Pexels)

Straßenfotografie mit dem Smartphone

Auch ohne Spiegelreflexkamera ist bei Weitem noch kein gutes Foto verloren, wenn die Straße eine interessante Szene zeigt. Denn mit deinem Smartphone lassen sich ebenfalls tolle Momentaufnahmen schießen. Beachte dabei folgende Tipps:

Verzichte auf Filter

Ein gutes Foto überzeugt dich bereits im Original. Bearbeiten  kannst du es im Nachhinein bspw. mit einer App. Welche Apps dafür besonders geeignet sind, erfährst du in den Ratgebern “Machen Sie mehr aus Ihren Bildern: 7 spannende Foto-Apps für Android” oder “Beliebte Foto-Apps für iOS - so holen Sie noch mehr aus Ihren Bildern heraus”.

Helligkeit manuell einstellen

Auch wenn deine Smartphone-Kamera nur bedingt einstellbar ist, kannst du die Helligkeit des Fotos manuell ein wenig steuern. Wenn du mit deinem Smartphone eine schöne Szene fotografierst, entscheidet die Kamera zunächst selbst, welchen Teil des Bildes sie als Grundlage für die Belichtung nimmt. Indem du auf deinem Bildschirm andere Bildpunkte antippst, änderst du diese Entscheidung allerdings. So sorgst du dafür, dass alle Motive so sichtbar sind, wie du sie dir vorstellst.

Große Kontraste vermeiden

Vermeide zu große Kontraste sowie das Fotografieren gegen das Licht. Die Smartphone-Kamera lässt bei zu hohen Kontrasten die hellen Bereiche deines Fotos oft weiß erscheinen, während die dunklen Teile schwarz ausfallen. Versuchst du etwa ein Gebäude entgegen des Sonneneinfalls zu fotografieren, erkennst du von der Architektur nichts und stattdessen nur einen weißen Himmel. Suche dir in diesem Fall einen anderen Standort, von dem aus du das Bild schießt. Ein einfacher Perspektivenwechsel wirkt manchmal Wunder.

Künstliches Licht vermeiden

Wirke Farbverfälschungen entgegen, indem du von künstlichen Lichtquellen absiehst und versuchst, mit dem natürlich vorhandenen Licht zu arbeiten. Mache daher auch nach Möglichkeit keinen Gebrauch vom integrierten Blitz. Er verfälscht violette Töne häufig zu einem Blauton, lässt weiße Schattierungen gräulich wirken und sorgt für einen unnatürlichen Hautton.

Eine Straße in New York
Für eine Szene mitten auf der Straße kann das Smartphone die bessere Variante für Street Photography sein als die schwere Spiegelreflexkamera. (© 2018 Nout Gons / Pexels)

 

Street Photography auf Instagram: Wissenswertes zu Hashtags und Designs

Street Photography liefert dir häufig schöne Bilder für Instagram. Du kannst mit ihnen der ganzen Welt zeigen, an welchen interessanten Orten du dich aufhältst und welche Hotspots in deiner Umgebung existieren. Damit die Community allerdings auf dich und deinen Feed aufmerksam wird, beachten folgende Dinge:

Street-Photography in der Stadt

Besonders erfolgreich zeigen sich Instagram-Profile, die sich auf urbane Street Photography und Architektur spezialisiert haben. Bunte Street Art wechselt sich hier mit grauem Beton und glänzendem Stahl ab. Zu den beliebtesten Street-Photography-Kulissen zählen Städte wie Berlin, Tokio und New York.

Street-Photography auf dem Land

Lebst du eher ländlich, kannst du dort mit anderen Kulissen punkten. Natur, alte Fachwerkhäuser, interessante Cafés oder Restaurants und idyllisch angelegte Parkanlagen erfreuen sich ebenso großer Beliebtheit bei Instagram. Achte dabei auch auf Details wie hübsche Blumen oder besondere Gebäudefassaden. Denn Street Photography zeigt das Leben, wie es spielt – ob in einer Metropole oder einem idyllischen Dorf.

Einheitlicher Feed

Um deinen Feed ansprechend zu gestalten, lege immer denselben Filter über deine Fotos und behalte eine definierte Thematik deiner Bilder bei. So sorgst du für Struktur und Ästhetik auf deinem Profil. Nutzer, die dein Profil neu entdecken, erkennen so mühelos, worum sich dein Feed dreht und ob er für sie interessant ist.

Story für nicht zum Feed passende Bilder

Lade Bilder, die thematisch oder farblich aus deinem Feed zu stark herausstechen, besser in die Instagram Stories hoch. Dort sehen sie deine Follower oder Interessierte dennoch – und du behältst dein Design-Schema bei.

Wie du in den Stories für besondere Effekte sorgst, kannst du im Ratgeber “Instagram Stories erstellen: 12 Tipps und Tricks” nachlesen.

Wenige Hashtags

Setze Hashtags mit Bedacht. Unter Street-Fotografen haben sich Hashtags wie #streetphotography, #urbanexploring, #passionpassport und Städtenamen durchgesetzt. Achte bei deinen hochgeladenen Bildern darauf, deine Follower nicht mit Hashtags zu überschwemmen, sondern konsequent zehn klickstarke Tags zu setzen.

Persönlichkeitsrechte

Menschen auf der Straße zu fotografieren birgt einen besonderen Reiz. Hier fängst du das Leben ganz authentisch ein und kannst deine Heimat in allen Facetten zugänglich machen. Sei dir aber darüber bewusst, dass nicht jeder gern mit seinem Gesicht ungefragt im Internet auftauchen möchte.

Generell ist es nicht verboten, Menschen in der Öffentlichkeit abzulichten. Dies gilt jedoch nicht, wenn sie sich in einer hilflosen Situation befinden und durch ein im Internet verbreitetes Foto weiter gedemütigt werden würden.

Streetphotography auf dem Land
Es muss nicht immer die Metropole sein. Auch auf dem Land und in Kleinstädten ergeben sich immer wieder atemberaubende Szenen. (© 2018 Daniel Frank / Pexels)

Sei kreativ – und achte auf Details

Egal ob du mit einer Profi-Kamera oder deinem Smartphone ausgerüstet bist, mit ein bisschen Kreativität und Liebe zu Details kannst du tolle Fotos an jedem Ort der Welt einfangen. Du lernst mit Street Photography nicht nur, mit wacheren Augen durch die Straßen zu spazieren, sondern siehst dadurch auch Schönheit, wo andere nur Alltag wahrnehmen. Mit ein wenig Struktur und Konzept bekommst du so auch die Chance, auf Instagram Likes und Follower zu gewinnen.

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