Der USB-Stick ist Ihre Mini-Festplatte für die Hosentasche. Er ist handlich, praktisch und robust, hält dabei aber dennoch jede Menge Speicherplatz für Ihre Dateien bereit. Je nach Modell reicht die Kapazität von einigen hundert Megabyte bis zu einem Terabyte. Die meisten USB-Sticks haben jedoch ein Speichervolumen von 8, 16 oder 32 Gigabyte. Im Nu speichern Sie auf ihm Fotos, Dokumente, Musik – als Sicherungskopie, oder um sie bequem überall hinzunehmen. Doch was tun, wenn der kleine Stick plötzlich nicht mehr das macht, was Sie von ihm erwarten? UPDATED zeigt Ihnen, wie Sie Ihren USB-Stick beschreiben und wie Sie bei möglichen Problemen vorgehen.

So lesen und beschreiben Sie einen USB-Stick

Wenn für den Datentransport kein Netzwerk verfügbar oder die Übertragung zu unsicher ist, ist er genauso zur Stelle wie als Speicher zur Datensicherung: der USB-Stick. Denn er ist nicht nur klein und handlich, sondern sehr leicht zu benutzen. Zum Lesen der Daten stecken Sie ihn einfach an einen der USB-Anschlüsse Ihres PCs, Laptops oder – mithilfe eines Adapters, des sogenannten USB-OTG-Kabels – an das Tablet. In der Regel erscheint sowohl bei Windows als auch auf einem Mac-Computer ein Fenster mit dem Inhalt, der sich auf dem USB-Stick befindet. Die gewünschten Dateien können Sie dann einfach anklicken.

Um neue Daten auf den USB-Stick zu spielen, können Sie entweder die entsprechenden Dateien öffnen und sie anstatt wie üblich auf der Festplatte, die bei Windows zum Beispiel meistens als Laufwerk C: angezeigt wird, diesmal auf dem Laufwerk des USB-Sticks speichern. Das ist in der Regel mit F: oder G: und dem Namen des Stick-Herstellers oder einer Markenbezeichnung gekennzeichnet. Oder sie öffnen bei Windows den Explorer beziehungsweise bei Mac den Finder, klicken die entsprechende Datei an und ziehen sie mit gedrückter Maustaste auf das Laufwerk mit dem USB-Stick.

So formatieren Sie einen USB-Stick

Auf Ihrem Stick sind Programme vorinstalliert, die Sie nicht benötigen? Sie wollen den Stick an jemand anderes weitergeben und sichergehen, dass derjenige keine Ihrer Spuren darauf (wieder-)findet? Sie wollen alte beziehungsweise Viren-infizierte Dateien rückstandslos entfernen? Dann sollten Sie den USB-Stick formatieren, sprich ihn komplett löschen und für neue Daten vorbereiten. Vergewissern Sie sich vorher aber, dass Sie die Daten auf dem Stick wirklich nicht mehr benötigen oder sie noch an anderer Stelle gesichert haben.

Formatieren bei Windows

Zum Formatieren bei Windows schließen Sie den USB-Stick an und rufen das entsprechende Dialogfeld auf. Dafür suchen Sie ihn wie beschrieben im Explorer beziehungsweise Arbeitsplatz oder klicken Sie unten links auf das Windows-Logo und anschließend auf Computer. Dort finden Sie den USB-Stick unter Geräte mit Wechselmedien. Mit einem Rechtsklick öffnen Sie das Dialogfeld. Klicken Sie dort auf Formatieren, woraufhin sich ein neues Fenster öffnet. Unter Dateisystem findet sich standardmäßig das Format FAT32. Falls dort stattdessen das Format NTFS angezeigt wird und Sie den Stick auch auf einen Mac benutzen wollen, wählen Sie unter “Dateisystem” das Format FAT32 aus. Denn USB-Sticks im NTFS-Format kann ein Mac-Gerät zwar lesen, jedoch nicht beschreiben. Die Speicherkapazität und die Größe der Zuordnungseinheiten brauchen Sie nicht zu verändern.

Stick an Stereoanlage anschließen
Auch als Speichermedium für Musikanlagen oder Fernseher macht der USB-Stick eine gute Figur. (© 2016 Monika Wisniewska/Thinkstock)

Unter Volumebezeichnung ändern Sie auf Wunsch den Namen des USB-Sticks. Mit einem Häkchen bei Schnellformatierung aktivieren Sie eine schnelle Grundformatierung, die in der Regel ausreichend ist. Für eine tiefere, gründlichere Formatierung inklusive einer Überprüfung des Datenträgers lassen Sie das Häkchen einfach weg. Nach dem Klick auf Start müssen Sie bestätigen, dass Sie sich im Klaren darüber sind, sämtliche Daten unwiederbringlich zu löschen, danach startet die Formatierung.

So schützen Sie Ihren USB-Stick

Um einen USB-Stick lange und problemlos nutzen zu können, sollten Sie …

  • die Schutzkappe nach jeder Nutzung wieder aufstecken
  • den USB-Stick vor Nässe schützen
  • ihn keiner großen Hitze aussetzen
  • ihn stets behutsam einstecken oder herausziehen
  • ihn erst nach Beendigung aller Datenübertragungen abziehen
  • ihn bei einem Mac erst “auswerfen”. Ziehen Sie dafür das Icon des USB-Sticks auf dem Bildschirm in den Papierkorb oder wählen Sie im Finder den USB-Stick aus, machen einen Rechtsklick auf den Pfeil daneben und wählen auswerfen.
  • den USB-Stick nicht quetschen

Formatieren bei Macs

Zum Formatieren bei einem Mac schließen Sie den USB-Stick an und öffnen das Festplattendienstprogramm. Das finden Sie entweder unter Programme > Dienstprogramme, oder Sie geben in der Spotlight-Suche oben rechts Festplattendienstprogramm ein und klicken anschließend auf Enter. Wählen Sie per Klick in der linken Spalte den USB-Stick an. Im Fenster rechts öffnet sich dann ein Menü. Klicken Sie in der oberen Menüleiste auf den Reiter Löschen. Unter Format sollten Sie MS-DOS-Dateisystem (FAT) auswählen, wenn der den USB-Stick auch auf einem Windows-Rechner genutzt werden soll, denn die anderen Formate kann Windows nicht erkennen. Unter Name ändern Sie auf Wunsch den Namen des USB-Sticks. Klicken Sie auf Löschen und bestätigen es anschließend noch einmal.

So stellen Sie verlorene Daten wieder her

Der USB-Stick wird nicht erkannt oder ist beschädigt? Der Rechner zeigt beim Auslesen eine Fehlermeldung? Vielleicht ist noch nicht alles verloren. Vergewissern Sie sich zunächst, dass die Verbindung einwandfrei funktioniert. Probieren Sie den USB-Stick an einem anderen Steckplatz aus, falls er vom Rechner nicht erkannt wird. Testen Sie die Steckplätze mit einem weiteren, intakten Stick oder einer externen Festplatte, um sicherzustellen, dass der Fehler nicht an den USB-Steckplätzen liegt. Googeln Sie zur Sicherheit auch nach einem aktuellen Treiber für Ihren USB-Stick.

Kann Windows den Stick erkennen, zeigt aber eine Fehlermeldung, probieren Sie die bordinterne Fehlerhilfe, um verlorene Daten ggf. wieder herzustellen. Klicken Sie unten links auf das Windows-Logo und anschließend auf Computer > Wechseldatenträger mit dem USB-Stick und wählen ihn per Rechtsklick an. Klicken Sie anschließend auf Eigenschaften > Tools > Fehlerüberprüfung > Jetzt prüfen. Setzen Sie jeweils ein Häkchen bei Dateisystemfehler automatisch korrigieren und Fehlerhafte Sektoren suchen/wiederherstellen und klicken Sie anschließend auf Starten.

Screenshot Fehlerprüfung unter Windows
Mit einem Rechtsklick auf den USB-Stick können Sie seine Eigenschaften aufrufen und unter Tools eine Fehlerüberprüfung starten. (© 2016 UPDATED)

Wenn Ihr Mac den Stick nicht erkennt, gehen Sie zunächst auf Finder > Einstellungen > Allgemein und setzen dort ein Häkchen vor Externe Festplatten. Dann sollte der Stick wieder im Finder oder auf dem Desktop auftauchen. Wird er zwar erkannt, ist aber mit einer Fehlermeldung versehen, öffnen Sie das Festplattendienstprogramm. Dieses können Sie über die kleine Lupe oben rechts in der Menüleiste suchen. Gehen Sie im Programm auf Erste Hilfe, wählen Sie dann den USB-Stick aus und klicken Sie auf Reparieren.

Haben die hauseigenen Programme keinen Erfolg, kann spezielle Software vielleicht noch etwas retten. Geeignete Programme für Windows sind Recuva, PC Inspector File Recovery oder Kroll Ontrack EasyRecovery Home (kostenpflichtig). Für den Mac sind die kostenpflichtigen Programme Disk Warrior oder Data Rescue zu empfehlen.

Fazit: Handliches Format, großer Speicherplatz

Ein USB-Stick hat gerade mal den Umfang einer Kaugummipackung und ist trotzdem in der Lage, mehrere Gigabyte an Daten zu speichern. Seine Größe und das geringe Gewicht machen ihn zum idealen Datenträger für unterwegs. Denn der kleine Stecker ist robust, dazu schnell und einfach einsetzbar. Wenn Ihr Laptop oder Computer den USB-Stick nicht sofort erkennt oder eine Fehlermeldung anzeigt, ist das noch kein Grund zur Panik. Werfen Sie ihn nicht gleich in den Müll. Mit den Fehlerhilfe-Programmen Ihres Rechners lassen sich der vermeintlich defekte Stick und obendrein Ihre Daten oftmals retten. Und wenn auch diese nicht helfen, gibt es spezielle Software, die Ihre Dateien vielleicht doch noch zum Vorschein bringen.

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