Sie sind im Begriff, Ihren PC mit Windows 10 auszustatten, doch die Installation hängt plötzlich? Nicht selten sind dann über Stunden Hinweise wie “Installation wird vorbereitet” auf dem Bildschirm zu lesen, ohne dass tatsächlich etwas geschieht. Das ist ärgerlich, aber noch lange kein Grund, tatenlos zuzusehen. Wir verraten Ihnen, woran es liegen kann und geben Anregungen, was Sie im jeweiligen Fall tun können.

Minimale Systemanforderungen von Windows 10 erfüllt?

Sie nutzen ein älteres Betriebssystem von Microsoft, etwa Windows 7 oder Windows 8.1. Nun möchten Sie auf Windows 10 umsteigen, doch beim Upgrade kommt es zu Problemen? Dann sollten Sie zunächst überprüfen, ob Ihr Rechner oder Laptop überhaupt die Mindestanforderungen für Windows 10 erfüllt. Die von Microsoft angegebenen minimalen Spezifikationen, die Ihr System aufweisen sollte, können Sie der folgenden Auflistung entnehmen:

CPU: Prozessor mit einem Takt von mindestens 1 GHz

Arbeitsspeicher: 1 GB (Windows 10 32-Bit) bzw. 2 GB (64-Bit) RAM

Festplattenkapazität: mindestens 16 GB (32-Bit) bzw. 20 GB (64-Bit) freier Festplattenspeicher

GPU: mindestens DirectX-9-fähige Grafikkarte mit WDDM 1.0 Treiber

Bildschirm: mindestens eine Displayauflösung von 800 x 600 Pixeln

Tipp: Sie sind sich nicht sicher, welche Komponenten in Ihrem PC verbaut sind? Kein Problem: Via Systemsteuerung > System und Sicherheit > System bringen Sie innerhalb kürzester Zeit die wichtigsten Eckdaten Ihres Systems in Erfahrung.

Übrigens: Kommt Ihnen nach dem Umstieg auf Windows 10 in den Sinn, doch lieber wieder einen Schritt zurückzugehen, sollten Sie einen Blick in unseren Ratgeber mit dem Titel Windows 10: So wechseln Sie zurück zu Windows 7 oder 8.1 werfen.

Probleme bei der Windows-Installation am Laptop
Windows 10 soll Ihnen den Umgang mit Ihrem PC noch weiter vereinfachen. Gerät aber schon die Installation ins Stocken, kommt schnell Frust auf. (© 2018 weedezign/Fotolia)

Grafikkartentreiber aktualisieren

Bei den sogenannten Treibern handelt es sich um Software, die sicherstellen soll, dass die einzelnen Bauteile Ihres Computers im Zusammenspiel funktionieren. Sind diese nicht aktuell, kann es schnell zu Funktionsstörungen kommen.

Je nachdem, welcher Grafikchip in Ihrem PC verbaut ist, finden Sie aktuelle Grafikkartentreiber auf der Seite des jeweiligen Chipherstellers, etwa NVIDIA, Intel oder AMD. Sollten Sie die genaue Bezeichnung Ihrer Grafiklösung nicht kennen, können Sie auf den Webseiten der Anbieter auch auf Assistenten zurückgreifen, die automatisch Ihr System analysieren und Ihnen so umgehend den passenden Treiber zum Download anbieten.

Alternativ können Sie auch über Alle Programme > Windows Update > Nach Updates suchen > Optional nach entsprechenden Updates suchen und per Klick auf OK installieren. Grafiktreiber erkennen Sie unter anderem an den Entwicklernamen NVIDIA, AMD (ehemals ATI) und Intel.

Alle verfügbaren Updates installiert?

In einigen Fällen zeigt sich, dass verfügbare, aber noch nicht installierte Updates ursächlich dafür sein können, dass sich das Upgrade von einer älteren Windows-Version auf Windows 10 nicht ohne Weiteres durchführen lässt. Überprüfen Sie daher, ob bei Ihrem System noch Updates darauf warten, heruntergeladen oder installiert zu werden. Wie Sie Ihr System auf verfügbare Updates überprüfen, erfahren Sie in der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung am Beispiel von Windows 7:

  1. Führen Sie einen Linksklick auf das Startsymbol unten links in Ihrem Bildschirm aus.
  2. Klicken Sie ebenfalls mit der linken Maustaste auf Systemsteuerung. Die Systemsteuerung öffnet sich in einem neuen Fenster.
  3. Wählen Sie System bzw. System und Sicherheit. Den entsprechenden Eintrag finden Sie unter Windows Update.
  4. Via Nach Updates suchen und Updates installieren können Sie nun die gewünschten Schritte einleiten.

Darüber hinaus sollten Sie sicherstellen, dass möglichst alle Bauteile und Geräte Ihres Computers auf aktuelle Treiber zugreifen können. Insbesondere die Grafiktreiber können hier den entscheidenden Ausschlag geben, wenn Sie versuchen, Windows 10 zu installieren. Wie Sie beispielsweise einen neuen Treiber für Ihre Grafikkarte installieren, zeigt der Infokasten.

“Download wird gestartet”: Download-Server von Microsoft überlastet?

Immer wieder berichten Nutzer, dass Sie teils über Stunden hinweg Hinweise wie “Installation wird vorbereitet” oder “Download wird gestartet” angezeigt bekommen, ohne dass sich tatsächlich etwas tut. Nicht selten liegt das Problem in einem solchen Fall weder bei Ihnen noch bei Ihrem PC. Vielmehr liegt es dann mit großer Wahrscheinlichkeit daran, dass die Server, auf denen Microsoft die Dateien bereitstellt, gerade überlastet sind. In einem solchen Fall können Sie versuchen, den Download bzw. die Installation von Windows 10 zu einem späteren Zeitpunkt erneut anzustoßen.

Fehlercode 0xC1900101 – 0×30018 als Übeltäter: Veraltete Treiber verhindern die Installation

Auch veraltete, aber nicht mehr benötigte Treiber können die Installation von Windows 10 stören oder sogar blockieren. Entfernen Sie die betreffenden Dateien daher mithilfe der Datenträgerbereinigung. Eine Datenträgerbereinigung führen Sie beispielsweise mithilfe der sogenannten Eingabeaufforderung aus. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:

  1. Klicken Sie auf das Windows-Symbol unten links auf Ihrem Bildschirm.
  2. Tragen Sie cmd in das Eingabefeld/die Suchleiste (Windows 7) bzw. direkt in den Startbildschirm (Windows 8) ein. Daraufhin sollte das Suchergebnis Eingabeaufforderung samt des zugehörigen schwarzen Icons erscheinen.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Eingabeaufforderung. Ein kleiner Dialog öffnet sich.
  4. Wählen Sie Als Administrator ausführen. Die Eingabeaufforderung öffnet sich in einem neuen Fenster.
  5. Geben Sie nun den Befehl rundll32.exe pnpclean.dll,RunDLL_PnpClean /DRIVERS /MAXCLEAN in der Eingabeaufforderung ein.
  6. Bestätigen Sie mit der Enter-Taste.
  7. Führen Sie einen Neustart Ihres Systems durch und stoßen Sie die Installation von Windows 10 anschließend erneut an.

Wenn der Download nicht funktioniert: Installation vom USB-Stick als Alternative

Sollte die Installation von Windows 10 über die Upgradefunktion nicht funktionieren, können Sie stattdessen auch versuchen, über das Media Creation Tool und eine Installation via USB-Stick ans Ziel zu gelangen. Einzelheiten rund um das Media Creation Tool und dazu, wie Sie einen USB-Stick entsprechend vorbereiten, erhalten Sie in unserem Ratgeber zum Thema “Windows 10 vom USB-Stick booten”.

Neustart des Computers erzwingen

Es kann passieren, dass die Installation bei folgender Meldung stehen bleibt und auch nach langer Wartezeit nicht abgeschlossen wird: “Windows wird vorbereitet – Schalten Sie den Computer nicht aus”. Tritt bei Ihnen dieser Fehler auf, führt kaum ein Weg an einem erzwungenen Neustart des PCs vorbei.

Einen Neustart erzwingen Sie wie folgt:

  1. Halten Sie den Knopf zum Einschalten Ihres Rechners bzw. Laptops so lange gedrückt, bis sich der Computer ausschaltet und der Bildschirm schwarz wird. In der Regel dauert dies wenige Sekunden.
  2. Warten Sie kurz ab, etwa eine Minute sollte bereits genügen.
  3. Betätigen Sie den Knopf zum Einschalten des Systems nun wie gewohnt, um den PC zu starten. Der Computer sollte nun wieder ordnungsgemäß funktionieren.
  4. Um derartigen Problemen in Zukunft vorzubeugen, sollten Sie überprüfen, ob Sie etwaige Fehler von Windows 10 mit Bordmitteln reparieren können.

Übrigens: Wenn Windows 10 bereits auf Ihrem PC installiert ist, kann es ebenfalls dazu kommen, dass die Installation wichtiger Systemdateien nicht sauber verläuft. So berichten Nutzer von Windows 10 immer wieder von Problemen mit dem Abrufen und der Installation von Updates. Auch hier schafft ein erzwungener Neustart des PCs in vielen Fällen bereits schnell und einfach Abhilfe.

Lösungen für fast jeden Fall

Wenn Ihr System bei der Installation von Windows 10 ins Stocken gerät, kann das mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine von zwei grundsätzlichen Ursachen zurückgeführt werden. Wirklich problematisch gestaltet sich die Lage aber nur bei einem dieser beiden Gründe, nämlich dann, wenn die Hardware Ihres Computers die minimalen Systemanforderungen von Windows 10 nicht erfüllt. Liegt hier nicht das Problem, haben Sie es wohl mit einem Fehler auf Softwareseite zu tun. Oft hilft es dann bereits, einen Neustart zu erzwingen oder Windows- bzw. Treiberupdates durchzuführen.

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