Ihr Laptop oder Desktop-PC braucht eine gefühlte Ewigkeit zum Hochfahren? Um genau dieses Problem zu lösen, hat Microsoft eine entsprechende Funktion in sein Betriebssystem Windows 10 eingebaut. Ob der Schnellstart auf Ihrem Computer bereits aktiviert ist und wie Sie ihn bei Bedarf manuell aktivieren oder deaktivieren, erfahren Sie in diesem UPDATED-Ratgeber.

So aktivieren oder deaktivieren Sie den Schnellstart bei Windows 10

Hinweis: Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung bezieht sich auf die Version 1607 von Windows 10. Welche Version Sie nutzen, können Sie im Startmenü unter Einstellungen > System > Info > Version herausfinden.

  1. Um zu prüfen, ob der Schnellstart auf Ihrem Computer bereits aktiviert ist, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Windows-Logo unten links auf Ihrem Bildschirm.
  2. Daraufhin öffnet sich ein Menü, in dem Sie den Punkt Energieoptionen auswählen.
Öffnen der Energieoptionen über das Kontextmenü von Windows 10
Öffnen der Energieoptionen über das Kontextmenü von Windows 10 (© 2017 Microsoft/Screenshot/UPDATED)
  1. Nun öffnet sich ein neues Fenster. Wählen Sie Auswählen, was beim Drücken von Netzschaltern geschehen soll im linken Bereich dieses Fensters.

Windows 10 Energieoptionen Auswahlmöglichkeiten
(© 2017 Microsoft/Screenshot/UPDATED)

  1. Anschließend klicken Sie im oberen Bereich des folgenden Fensters auf Einige Einstellungen sind momentan nicht verfügbar.

Klick auf einige Einstellungen sind momentan nicht verfügbar
(© 2017 Microsoft/Screenshot/UPDATED)

  1. Unter Einstellungen für das Herunterfahren können Sie sehen, ob der Schnellstart bereits aktiviert ist. Ist das nicht der Fall, setzen Sie einen Haken im quadratischen Feld neben Schnellstart aktivieren (empfohlen) und bestätigen diese Änderung per Klick auf Änderungen speichern.

Schnellstart aktivieren oder deaktivieren und speichern
(© 2017 Microsoft/Screenshot/UPDATED)

Wie funktioniert die Schnellstart-Funktion unter Windows 10?

Wie ihr Name bereits sagt, ermöglicht die Schnellstart-Funktion von Windows 10 ein schnelleres Hochfahren Ihres Betriebssystems. Die nötigen Voraussetzungen dafür schafft die Schnellstart-Funktion beim Herunterfahren des Betriebssystems. So werden wichtige Daten vor dem Ausschalten des PCs gespeichert, damit Sie beim nächsten Systemstart schnellstmöglich wieder abgerufen werden können. Praktischer Nebeneffekt: Das Herunterfahren des Computers nimmt ebenfalls weniger Zeit in Anspruch.

Genau genommen wird Windows gar nicht vollständig, sondern nur teilweise heruntergefahren, wenn der Schnellstart-Modus aktiviert ist. Ein Teil des Systems wird lediglich in eine Art Ruhemodus versetzt, aus dem es innerhalb kürzester Zeit wieder erwachen kann. Aus diesem Grund wird der Schnellstart auch als Hybrid-Modus bezeichnet.

Wann lohnt es sich, die Schnellstart-Funktion zu deaktivieren?

Kein PC-Nutzer möchte sich freiwillig länger als eigentlich erforderlich beim Starten des PCs gedulden. Dennoch gibt es Situationen, in denen es sinnvoll sein kann, die Schnellstart-Funktion von Windows 10 zu deaktivieren:

  • Mehr als ein installiertes Betriebssystem: Wenn Sie zwei Betriebssysteme auf Ihrem PC installiert haben, kann es zu verschiedenen Problemen im Zusammenhang mit der Nutzung der Schnellstart-Funktion kommen. Es kann beispielsweise passieren, dass Ihr PC langsamer statt schneller startet. Auch schwerwiegende Störungen wie das Einfrieren des PCs können auftreten. Für den erwähnten Fall sollten Sie die Deaktivierung des Windows-10-Schnellstarts zumindest in Betracht ziehen.
  • Verwendung einer SSD: Wenn Sie Windows auf einer SSD (Solid-State-Disk oder Solid-State-Drive) installiert haben, sollte Ihr Laptop oder Desktop-PC ausreichend schnell hochfahren. Den Zeitgewinn durch den Schnellstart-Modus von Windows 10 können Sie in diesem Fall vernachlässigen. Hinzu kommt, dass Sie Ihre SSD schonen können und womöglich deren Lebensdauer verlängern, indem Sie den Schnellstart deaktivieren. Der Grund hierfür liegt in den speziellen Eigenschaften von SSDs. SSDs sind zwar inzwischen sehr robust, dennoch hinterlassen die zahllosen Schreibvorgänge mit der Zeit ihre Spuren – die SSD verschleißt gewissermaßen. Der Schnellstart sorgt bei jedem Herunterfahren für weitere Abnutzung, indem er Informationen, die sich im Arbeitsspeicher befinden, auf die Festplatte beziehungsweise in diesem Fall auf die SSD schreibt.
  • Speicherplatz-Mangel: Der Schnellstart-Modus benötigt mitunter relativ viel Speicherplatz. Eine Deaktivierung der Funktion kann insbesondere dann nützlich sein, wenn es auf der Festplatte eng wird.

Aktivieren oder deaktivieren: Vor- und Nachteile beim Schnellstart-Modus

Der Schnellstart-Modus ermöglicht es, sowohl den Systemstart als auch das Herunterfahren Ihres Betriebssystems deutlich zu beschleunigen. Windows 10 wird hierzu in eine Art Hybrid-Modus versetzt. Dennoch ist der Schnellstart nicht uneingeschränkt empfehlenswert. Beim Betrieb von SSDs etwa, die den Systemstart ohnehin beschleunigen, können die Nachteile beziehungsweise Risiken schnell überwiegen. Sie können die Funktion aber jederzeit über die Energieoptionen von Windows 10 deaktivieren oder aktivieren.

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