Sie schalten den Rechner an und Windows 10 meldet ein Update, doch auch nach längerer Wartezeit tut sich auf dem Bildschirm nichts – das Windows-10-Update funktioniert nicht. Das kann mehrere Ursachen haben, die zum Teil schnell beseitigt sind. Welche Gründe es gibt und was Sie tun können, um die Aktualisierung des Betriebssystems abzuschließen, erfahren Sie in diesem UPDATED-Ratgeber.

Windows-10-Update streikt: Uhrzeit richtig eingestellt?

Es klingt zunächst nach einer unwichtigen Nebensache: Aber wenn Uhrzeit und Datum falsch eingestellt sind, kann Windows 10 tatsächlich Probleme beim Updaten haben. Sollte das Update also gar nicht erst beginnen, dann passen Sie die Zeitangaben an:

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Zeitangabe auf Ihrem Desktop ganz rechts unten. Ein Menü öffnet sich.
  2. Wählen Sie dort Datum/Uhrzeit ändern. Ein neues Fenster öffnet sich.
  3. Klicken Sie nun unter Datum und Uhrzeit ändern auf Ändern.
    Hinweis: Die Änderung erfordert unter Umständen Administratorrechte. Sollten Sie diese etwa auf Ihrem Arbeitsrechner nicht besitzen, dann wenden Sie sich an den Admin.
    Tipp: Statt unter Datum und Uhrzeit ändern auf Ändern zu klicken und die Einstellungen manuell vorzunehmen, können Sie auch den Schalter unter Uhrzeit automatisch festlegen aktivieren.
  4. Nehmen Sie dann die korrekten Einstellungen vor und klicken Sie auf Ändern, um den Vorgang abzuschließen.

Festplatte voll? Updates benötigen viel Platz

Wenn Ihre Festplatte oder SSD randvoll mit Daten ist, bleibt Windows 10 womöglich nicht mehr genug Platz für die Installation des Updates. Sollte eine Aktualisierung ausbleiben, dann ist das womöglich die Ursache. Schaffen Sie Platz, indem Sie selten verwendete Programme oder nicht mehr benötigte Daten löschen.

Update auf Windows 10: Mit USB-Stick noch möglich

Obwohl Microsoft den normalen Update-Weg zu Windows 10 seit dem 29. Juli 2016 offiziell unterbunden hat, lässt das Unternehmen offenbar immer noch Upgrades zu, wenn Sie das Betriebssystem über einen USB-Stick installieren. Wie das geht, erfahren Sie in diesem Ratgeber. Nach vollendeter Installation reicht dann die Eingabe des Schlüssels von Windows 7 oder 8.1, um die Version zu verifizieren.

“Reset Windows Update Agent” von Microsoft hilft

Sollten weder Datum noch Festplattenspeicher das Update verhindern, dann empfiehlt sich der Einsatz des “Reset Windows Update Agent”. Hinter dem langen Namen verbirgt sich ein schlankes Tool, das nur einem Zweck dient: Probleme mit dem Windows-Updater beheben. Die Software ist dabei nicht nur mit Windows 10 kompatibel, sondern hilft unter anderem auch Nutzern von Windows 7 und 8.1. So funktioniert die Anwendung:

  1. Laden Sie sich das Tool hier von der offiziellen Microsoft-Homepage herunter.
  2. Entpacken Sie den Ordner und führen Sie einen Rechtsklick auf die Datei “ResetWUDeu.cmd” aus.
  3. Wählen Sie “Als Administrator ausführen” aus, um sie zu öffnen.
  4. Es folgt eine Sicherheitsabfrage. Beantworten Sie die Frage mit “Ja” und tippen Sie in der folgenden Auswahl “j”.
  5. Wählen Sie im nächsten Menü den zweiten Eintrag “Reset Windows Update Components” aus. Je nach PC dauert es eine Weile, bis der Prozess abgeschlossen ist. Sobald das Programm seine Arbeit beendet hat, sollte das Windows-10-Update reibungslos funktionieren.

Sollte das Update dann immer noch nicht starten, liegt die Ursache möglicherweise irgendwo in Windows 10 verborgen. Sollten bereits anderweitig Störungen auftreten, dann empfiehlt es sich, diese als Erstes anzugehen. Lesen Sie dazu in einem weiteren Ratgeber, wie Sie Windows 10 mit Bordmitteln reparieren.

Windows 10 Screenshot
Windows 10 hat bereits mehrere größere Updates erhalten. Hier das Creators Update von Mitte 2017. (© 2018 okubax / Flickr)

Wenn nichts mehr geht: Systemwiederherstellung

In manchen Fällen führen weder Bordmittel noch andere Programme ans Ziel – dann hilft nur noch eins: Windows 10 auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Wie das geht, erfahren Sie im UPDATED-Ratgeber “Windows 10 zurücksetzen auf Werkseinstellung – so geht’s”.

Die Lösung kann so einfach sein

Wenn Windows 10 auf Ihrem Rechner ein Update verweigert, lässt sich der Prozess in manchen Fällen schon mit wenig Aufwand manuell anstoßen. So kann es schon helfen, das Datum zu aktualisieren oder genug Speicherplatz freizugeben. Andernfalls liefert Microsoft selbst Unterstützung in Form des “Reset Windows Update Agent”. Versuchen Sie alternativ, Windows 10 zu reparieren oder das Betriebssystem ganz neu aufzusetzen. Aber das dürfte nur in seltenen Fällen nötig sein.

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