Sie möchten sich ein neues Notebook mit Windows 10 kaufen, dieses aber genau an Ihre Bedürfnisse anpassen? Eine gute Idee, bei der Sie unter Umständen sogar Geld sparen können. UPDATED erklärt Ihnen, was Sie beachten sollten, wenn Sie ein maßgeschneidertes Notebook selbst zusammenstellen möchten.

Das ist beim Zusammenstellen eines Notebooks wichtig

Anders als bei einem Desktop-PC haben Sie bei Notebooks keine so große Auswahl an austauschbaren Komponenten. Die meisten Anbieter halten einige Grundmodelle bereit, bei denen Sie dann vor allem beim Arbeitsspeicher (RAM), den Laufwerken oder auch beim Betriebssystem variieren können. Aber selbst diese Möglichkeiten können schon einiges an Leistungsunterschied ausmachen.

  • Die wichtigsten Prozessoren für den mobilen Einsatz in Notebooks stammen von der Firma Intel. Derzeit gibt es eine fast unübersehbare Menge an verschieden Typen. Diese Liste gibt einen umfassenden Überblick inklusive Leistungsdaten. Als Orientierung: Für den normalen Einsatz für Internet und Mails reicht ein Core i3, für Grafik und Video darf es ein Core i5 sein und wer spielen will, sollte einen Core i7 ins Auge fassen.
  • Vor allem mit einer SSD (Solid State Disc) können Sie viel Tempo beim Starten des Notebooks und auch beim Arbeiten gewinnen. Während eine reguläre HDD-Festplatte (Hard Disk Drive) viele mechanische Teile enthält, ist eine SSD im Grunde ein großer USB-Stick. Sie kann Daten wesentlich schneller speichern und aufrufen als eine normale Festplatte. Zudem verbraucht die SSD weniger Strom und ist geräuschlos. Aber: SSDs sind momentan noch deutlich teurer als übliche HDD-Festplatten.
  • Mehr Arbeitsspeicher (RAM) bringt ebenfalls Tempogewinn und ist in der Regel nicht besonders teuer.
  • Viele Filmfreunde schwören zwar auf die Blu-ray-Disc, aber Video-on-Demand (VoD) ist stark auf dem Vormarsch. Viele hochauflösende Filmangebote kommen mittlerweile per Internet ins Haus gestreamt und direkt auf den Computer. Ob Sie fürs Notebook ein Blu-ray-Laufwerk benötigen oder ob für den gelegentlichen Einsatz nicht auch ein normales und günstigeres DVD-Laufwerk ausreicht, sollten Sie sich daher zuvor gut überlegen. Für Programme und Bilder reicht die DVD aus, bei Filmen hat die Blu-ray-Technologie eine höhere Auflösung, die aber auf dem Notebook wegen des kleineren Displays nicht so sehr zum Tragen kommt. Sollten Sie inzwischen Ihre Musik, Filme und TV-Serien nur noch über das Internet streamen umgestiegen sein, können Sie möglicherweise komplett auf ein optisches Laufwerk verzichten. Dies hängt also von Ihren persönlichen Präferenzen ab.

    Welches Notebook ist das richtige für mich?

    Mehr Spaß mit dem passenden Notebook
    Ihr neues Notebook sollte in jeder Situation der passende Alltagsbegleiter sein. (© 2016 Jacob Ammentorp Lund/Thinkstock)

    Ihr neues Notebook sollte in jeder Situation der passende Alltagsbegleiter sein. Copyright: Jacob Ammentorp Lund/Thinkstock
    Sie wollen sich ein Notebook konfigurieren und wissen nicht, welche Komponenten Sie brauchen? Bei dem großen Angebot auf dem Markt und der ebenfalls großen Preisspanne der Bauteile kann diese Entscheidung schon mal schwerfallen. UPDATED hat deshalb drei theoretische Notebook-Modelle vorkonfiguriert, die Ihnen die Qual der Wahl erleichtern sollen: Erstens ein Allround-Gerät, das vor allem für den Einsatz im Büro taugt und sich durch ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnet. Zweitens ein Notebook für unterwegs, das nicht nur aufgrund seines geringen Gewichts gut tragbar, sondern auch ausdauernd ist. Und drittens ein schwereres und teures Modell, mit dem vor allem eingefleischte Gamer ihre Freude haben.

    Notebook 1: Das Allround-Gerät für Mails, Briefe und Internet

    Sie wollen vor allem E-Mails schreiben, im Internet surfen und sich Urlaubsbilder oder auch mal einen Film anschauen? Dann ist ein Notebook mit einem Quad-Core-Prozessor das richtige. Der Arbeitsspeicher ist mit 4 GB RAM ausreichend bemessen und eine SSD brauchen Sie nicht unbedingt. Alternative: Vielleicht ist ein sogenanntes “Convertible” für Sie interessant. Dabei handelt es sich um ein Tablet mit einer abnehmbaren Tastatur, das die Vorteile von Tablet-PC und Notebook in einem Gerät vereinigt. Es ist relativ leicht, schnell, hat ein gutes Bild und eine lange Akkulaufzeit.

    Externe Grafik- und Soundkarten – was bringen sie?

    Wie so viele andere Gerätekomponenten stoßen auch Grafikkarten irgendwann einmal an ihre Leistungsgrenzen. Die Industrie bietet für diesen Fall eine Lösung an, die sich verlockend anhört: eine so genannte externe Grafikkarte. Manche Modelle können das Notebook-Display nutzen, andere benötigen aber einen externen Bildschirm. Diese Boxen sollen laut Herstellern dazu in der Lage sein, auch qualitativ hochwertige Grafiken korrekt und mit hoher Auflösung darzustellen. Tests haben aber gezeigt, dass dies nur bei einigen wenigen geeigneten Notebooks funktioniert. Bei denen klappt es dann aber wenigstens recht gut und kann unter Umständen eine Alternative zu einem Neukauf darstellen. Bei den Soundkarten sieht es ähnlich kritisch aus. Auch viele dieser Geräte können Tester nicht überzeugen, wobei die Soundqualität auch bei weniger teuren Notebooks aber meistens ausreichend ist.

    Notebook 2: Leicht und mit langer Laufzeit

    Wer viel unterwegs ist, braucht ein Notebook, das nicht nur leicht ist, sondern auch eine ausreichend lange Akkulaufzeit hat. Außerdem soll es natürlich auch Leistung bringen. Da SSDs in der Regel leichter sind als normale Festplatten und weniger Strom verbrauchen, ist sie in jedem Fall ein guter Tipp. Eine spezielle Grafikkarte benötigen Sie nicht, außer Sie wollen mobil spielen. 8 GB RAM und ein für Notebooks angepasster Prozessor wie der Intel Core i5 sind mehr als ausreichend für die mobilen Aufgaben. Ein Notebook sollte am besten über ausreichend Anschlüsse, wie etwa HDMI oder USB, sowie einen Steckplatz für Speicherkarten verfügen. Damit können Sie die SD-Karte aus ihrer Digitalkamera verwenden.

    Notebook 3: Ideal für Games und Entertainment

    Freunde von Computerspielen benötigen hingegen eine High-End Ausstattung. Diese ist allerdings auch etwas kostspieliger und nicht mehr ganz so kompakt. Zudem geht die höhere Performance zulasten der Akkulaufzeit. Da Spiele viel Platz auf der Festplatte einnehmen, empfehlen wir mindestens 1 TB Speicher. Um noch mehr Tempo zu erhalten, können Sie sich zusätzlich eine SSD einbauen lassen, auf der dann beispielsweise das Betriebssystem installiert wird. Das bringt deutlichen Tempogewinn, allerdings muss dazu im Gehäuse natürlich Platz für eine zweite Festplatte sein. Sie brauchen in jedem Fall eine spezielle Gaming-Grafikkarte und mindestens 8 GB RAM. Der Prozessor sollte ein Intel Core i7 sein.

    Selbst zusammengestelltes Notebook kann Geld sparen

    Die Konfigurationsmöglichkeiten sind beim Notebook lange nicht so umfangreich wie bei einem Desktop-PC. Aber mit einer SSD-Festplatte, mehr Arbeitsspeicher und der richtigen Wahl des Prozessors können Sie Ihr Wunschgerät bereits bei der Zusammenstellung an Ihre Bedürfnisse anpassen. Damit können Sie aus ihrem Notebook beispielsweise mehr Leistung herauszuholen oder das Gerät leichter zu machen. Und wenn Sie auf für Sie unwichtige Bauteile verzichten können, sparen Sie am Ende noch ein paar Euro ein.

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