Es sollte doch so ein lustiges Video sein, das Ihr Freund Ihnen per Mail senden wollte. Doch stattdessen blicken Sie auf ein Dateisymbol mit Reißverschluss oder mit dem Aussehen eines Päckchens – und gucken ansonsten in die Röhre. Kein Wunder: Sie müssen es vermutlich erst “entpacken”. Denn der Inhalt wurde komprimiert, damit er weniger Speicher benötigt und schneller versendet werden kann. Solche Dateien erkennen Sie an der Namensendung “.zip”. Mit UPDATED kommen Sie Schritt für Schritt an den Inhalt.

So öffnen und erstellen Sie Zip-Dateien unter Windows

So öffnen und erstellen Sie Zip-Dateien auf einem Mac

So öffnen und erstellen Sie Zip-Dateien unter Windows

Als Besitzer eines Windows-PCs müssen Sie nicht extra ein spezielles Programm installieren, um schnell und einfach an den Inhalt einer Zip-Datei zu gelangen. Dafür reichen auch schon die sogenannten Bordmittel aus, also die im Betriebssystem bereits vorhandene Software. Wir zeigen Ihnen wie’s geht und wie Sie genauso leicht eigene Zip-Dateien erstellen. Zum Beispiel um mehrere Dateien in einer einzigen zusammenzupacken, dabei Speicherplatz zu sparen und alles umso schneller per E-Mail zu versenden.

Zip-Dateien mit Windows-Bordmitteln öffnen

Sie haben eine Zip-Datei per Mail, WhatsApp oder über ein Programm zum Datentransfer bekommen und wollen sie öffnen? Dann müssen Sie die Datei zunächst auf Ihrem Windows-Rechner speichern, in der Regel finden Sie dafür in jedem Programm einen Button zum Herunterladen oder Datei speichern. Sie können in einem Fenster angeben, in welchen Ordner Sie die Datei speichern wollen. Andernfalls wird sie automatisch im Ordner Downloads abgelegt. So öffnen Sie die Datei:

  1. Öffnen Sie den Explorer.
  2. Klicken Sie in den Ordner Downloads beziehungsweise in den Ordner, den Sie beim Herunterladen als Zielordner ausgewählt haben.
  3. Suchen Sie die entsprechende Zip-Datei.
  4. Klicken Sie entweder zweimal in schneller Folge darauf, dann erscheint ein Unterordner, in dem Sie die “entpackte” Datei – oder gegebenenfalls auch mehrere – sehen, anklicken und auf Wunsch in einen anderen Ordner ablegen können. Vergewissern Sie sich vor dem Anklicken, dass es sich um seriöse Dateien handelt, etwa Word-Dokumente oder Videos. Seien Sie misstrauisch bei Endungen wie “.exe”, bei denen Sie ein Programm ausführen sollen. Machen Sie im Zweifel zuvor einen Virencheck. Eine Anleitung dafür finden Sie im Ratgeber "So erkennen und entfernen Sie einen Trojaner".
  5. Oder Sie machen einen Rechtsklick auf die Zip-Datei und wählen anschließend Alle extrahieren .... Dann wird ein Menü eingeblendet, in dem Sie auswählen können, in welchem Ordner der Inhalt, der sich in der Zip-Datei verbirgt, entpackt werden sollen. Da Sie die konkreten Inhalte vorher nicht sehen, wählen Sie diese Methode bitte nur bei Dateien aus Quellen, denen Sie absolut vertrauen, etwa bei Downloads von seriösen Internetanbietern. Denken Sie daran, dass auch die Rechner von Freunden für feindliche Angriffe von Kriminellen “gekapert” werden können.

    Screenshot Schritte zur Zip-Datei unter Windows 10
    Mit nur wenigen Mausbewegungen und Klicks haben Sie drei Dateien zu einer zusammengefasst. (© 2017 UPDATED)

Eigene Zip-Dateien mit Windows-Bordmitteln erstellen

Sie wollen selbst eine Datei komprimieren, sprich “zippen”, also die Datenmenge verringern oder mehrere Dateien in einer einzigen zusammenfassen? Auch das geht mit den Windows-Bordmitteln sehr einfach:

  1. Wählen Sie im Explorer die entsprechende Datei aus.
  2. Wenn Sie mehrere Dateien auswählen möchten, speichern Sie diese zunächst gemeinsam in einem Ordner oder auf dem Desktop. Klicken Sie im Explorer den Ordner an und halten Sie die strg-Taste unten links auf Ihrer Tastatur gedrückt. Klicken Sie gleichzeitig mit der anderen Hand die gewünschten Dateien nacheinander an. Sie sehen, dass alle Dateien farbig markiert sind.
  3. Machen Sie einen Rechtsklick in die markierte Datei beziehungsweise irgendwo in die Markierung der ausgesuchten, mehreren Dateien.
  4. Achten Sie darauf, in die farbige Markierung zu klicken, andernfalls müssen Sie die Dateien neu aussuchen.
  5. Es erscheint ein Menü, in dem Sie Senden an und anschließend ZIP-komprimierter Ordner auswählen.
  6. Im selben Ordner, in dem sich die zu komprimierenden Dateien befinden, erscheint kurz darauf der Zip-Ordner.

So öffnen und erstellen Sie Zip-Dateien auf einem Mac

Wie bei einem Windows-PC brauchen Sie auch bei einem Mac kein spezielles Programm, um Zip-Dateien zu entpacken, ihren Inhalt einzusehen oder um eigene Zip-Dateien zu erstellen. Denn das Mac-Betriebssystem MacOS beziehungsweise die Vorgänger-Version Mac OS X enthalten bereits von Haus aus vorinstallierte Programme mit allem, was Sie dafür benötigen.

Zip-Dateien mit Mac-Bordmitteln öffnen

MacOS behandelt eine Zip-Datei wie einen gewöhnlichen Ordner. Mit anderen Worten: Ein Doppelklick auf das entsprechende Dateisymbol genügt, schon erscheint der entpackte Ordner auf derselben Ebene wie die Zip-Datei. Liegt die Zip-Datei auf dem Schreibtisch, also auf dem Desktop, finden Sie den entpackten Ordner nach dem Doppelklick ebenfalls dort; liegt die Zip-Datei in einem Unterordner, dann erscheint der entpackte Inhalt nach Doppelklick auch auf dieser Ebene.

Sollte das Entpacken per Doppelklick nicht funktionieren,

  1. klicken Sie die Datei mit der rechten Maustaste an.
  2. Bewegen Sie den Mauszeiger zu Öffnen mit.
  3. Wählen Sie das Archivierungsprogramm, sofern es nicht automatisch angezeigt wird.
  4. Im Finder öffnet sich eine weitere Spalte mit dem entpackten Inhalt der Zip-Datei.

Ein Sicherheitscheck vor dem Entpacken wie bei Windows ist auf einem Mac nicht nötig, da das System durch das Entpacken einer Datei nicht verändert werden kann.

Spezielle Programme zum Entpacken von Dateien

Bei manchen komprimierten Dateien reichen die Bordmittel von Windows und Mac nicht aus, da sie den Komprimierungscode nicht kennen. Solche Dateien können die Endung .rar tragen oder .7zip, .tar und andere. Für solche Fälle gibt es spezielle Entpackungs-Programme, die Sie einfach herunterladen und installieren können. In der Regel werden diese Programme dann automatisch beim Entpacken einer Datei aktiviert.

Beliebte Programme für Windows:

7-Zip (kostenfrei)
WinRAR (40 Tage kostenlos, dann einmalig 35,64 für Privatanwender)

Beliebte Programme für Mac:

StuffIt Expander (kostenfrei bei Eingabe der E-Mail-Adresse)
Unarchiver (kostenfrei)

Zip-Dateien mit Mac-Bordmitteln erstellen

Das “Zippen”, sprich selbst eine Zip-Datei mit entsprechend weniger Speicherbedarf herzustellen, ist ebenso mit Bordmitteln möglich:

  1. Wählen Sie im Finder oder auf dem Schreibtisch, sprich dem Desktop, die entsprechende Datei aus.
  2. Wenn Sie mehrere Dateien auswählen möchten, speichern Sie diese zunächst gemeinsam in einem Ordner oder auf dem Schreibtisch. Klicken Sie im Finder den Ordner an und halten Sie die Control-Taste unten links auf Ihrer Tastatur gedrückt. Klicken Sie gleichzeitig mit der anderen Hand die gewünschten Dateien nacheinander an. Sie sehen, dass alle Dateien farbig markiert sind.
  3. Machen Sie einen Rechtsklick in die markierte Datei beziehungsweise irgendwo in die Markierung der ausgesuchten, mehreren Dateien.
  4. Achten Sie darauf, in die farbige Markierung zu klicken, andernfalls müssen Sie die Dateien neu aussuchen.
  5. Es erscheint ein Menü, in dem Sie X Objekte komprimieren auswählen, wobei X durch die Anzahl der ausgesuchten Dateien ersetzt ist.
  6. Im selben Ordner, in dem sich die zu komprimierenden Dateien befinden, erscheint kurz darauf der Zip-Ordner mit dem Dateinamen Archiv.zip. Den Namen können Sie nach Belieben ändern.

Schnell gemacht, schnell gelacht

Ist es also wirklich so lustig, das Video, das Ihr Freund Ihnen per Mail geschickt hat? Mit wenigen Klicks werden Sie es wissen. Genauso wie Sie den Inhalt weiterer Zip-Dateien in Windeseile geöffnet haben.

Und sollten Sie über das Video tatsächlich gelacht haben, senden Sie ihm doch einen kleinen Gruß zurück. Schließlich haben Sie in Nullkommanix ebenso eine Zip-Datei erstellt, die weniger Volumen aufweist und die Sie umso schneller durch die Weiten des World Wide Web verschicken können.

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